Sport : Basketball: Albtraum fürs „Dream Team“

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Athen Ein Name mag vererbbar sein, Leistung dagegen nicht. Die in Anlehnung an die großen Mannschaften der Vergangenheit „Dream Team“ genannte Basketballmannschaft der USA musste diese Erfahrung gestern Abend im „Helliniko Salle des Sports“ machen. Der Titelverteidiger verlor sein erstes Spiel beim Olympischen Turnier in Athen vor 13 000 Zuschauern gegen Außenseiter Puerto Rico sensationell hoch mit 73:92 (27:49). Bei der ersten Olympianiederlage seit 1988 boten die Superstars aus der nordamerikanischen Profiliga NBA eine phasenweise peinliche Leistung. Schon in den Vorbereitungsspielen hatte sich angedeutet, dass die Mannschaft um Tim Duncan und Allen Iverson nicht an die großen Vorgänger heranreichen würde.

Die Puerto-Ricaner waren in allen Belangen schneller als ihre behäbigen Gegner. Carlos Arroyo mit 24 Punkten, Eddie Casiano (18) und Elias Ayuso (15) waren die besten Werfer des WM-Siebten. Für die enttäuschenden Amerikaner erzielten Tim Duncan (15), Allan Iverson (13) und Lamar Odom (13) die meisten Punkte. Puerto Ricos Cheftrainer Julio Toro hatte seine Mannschaft glänzend eingestellt. Mit ihrer aggressiven Zonenverteidigung kamen die NBA-Stars überhaupt nicht zurecht, und bei den Distanzwürfen scheiterten die Spieler von Coach Larry Brown Mal um Mal. Am Ende wurde der Sensationssieger vom Publikum frenetisch gefeiert, während sich der zwölfmaligen Olympiasieger gellende Pfiffe gefallen lassen musste.

Auch Weltmeister Serbien-Montenegro kassierte eine Auftaktniederlage und verlor in der Neuauflage des WM-Endspiels von 2002 gegen Argentinien in letzter Sekunde durch einen Korb von Emanuel Ginobili mit 82:83. Tsp/dpa

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