Basketball : Bamberg ist Meister

Mit einem Sieg im vierten Spiel gegen Favoritenschreck Quakenbrück haben sich die Basketballer aus Bamberg die Meistertrophäe zum zweiten Mal nach 2005 gesichert.

Bamberg
Jubel in Quakenbrück: Die Brose Baskets Bamberg freuen sich über die Meisterschale. -Foto: dpa

BambergDie Brose Baskets Bamberg haben ihren ersten Matchball verwandelt und zum zweiten Mal nach 2005 die deutsche Basketball-Meisterschaft ins Frankenland geholt. Das Team von Coach Dirk Bauermann gewann am "gabend das vierte Finale gegen den Favoritenschreck Artland Dragons Quakenbrück mit 64:63 (32:33) und entschied mit dem erforderlichen dritten Sieg die Serie "best of five" mit 3:1 für sich. Für den 49-jährigen Bauermann, der von 1990 bis 1996 mit Bayer 04 Leverkusen sieben Mal in Serie Champion geworden war und mit Bamberg 2005 triumphiert hatte, war es bereits der neunte Meistertitel. "Wir haben es geschafft und darauf sind wir unglaublich stolz", sagte Bauermann.

"Wir sind überglücklich und ich fühle mich sehr erleichtert. Es war ganz gut, dass ich ein paar Würfe getroffen habe. Der Coach hat mir vertraut", kommentierte Bambergs erfolgreichster Korbschütze Robert Garrett (16) die dramatische Partie. Obwohl der Nationalspieler zuvor in den Playoffs nicht überzeugen konnte, hielt Meistercoach Bauermann stets zu ihm. Garrett bedankte sich nach der Pause mit einer überragenden Leistung.

Außerdem punkteten Casey Jacobsen (10) und K'Zell Wesson (10/9 Rebounds) für die Bamberger. Für die Dragons, die im Viertelfinale den siebenmaligen Serienmeister und Hauptrundensieger Alba Berlin mit 3:0 und im Halbfinale den Titelverteidiger RheinEnergie Köln mit 3:2 ausgeschaltet hatten und erstmals im Finale standen, trafen Adam Hess (21), Bryan Bailey (15) und Chad Prewitt (13) am besten.

"Es ist bitter"

"Die Niederlage tut weh. Es ist bitter, Zweiter zu werden. Dennoch bin ich sehr sehr stolz auf meine Mannschaft", sagte Dragons-Coach Chris Fleming. Auch Bambergs Nationalspieler Steffen Hamann zollte den unterlegenen Niedersachsen großen Respekt. "Hut ab vor Quakenbrück. Es war sehr eng und es war harte Arbeit. Wir waren vielleicht etwas frischer", urteilte der Bamberger Spielmacher.

3000 Zuschauer in der zum 70. Mal nacheinander ausverkauften Artland-Arena erlebten ein packendes viertes Finale, das den vorangegangenen drei engen Endspielen (70:69/74:77/59:62) an Spannung und Dramatik in nichts nachstand. Die Dragons erwischten in der von viel Nervosität auf beiden Seiten geprägten Partie den besseren Start und führten nach sieben Minuten mit 13:9 und kurz vor Ende des ersten Viertels sogar mit 20:10. Doch dann blieben sie vier Minuten lang ohne Korberfolg und Bamberg glich mit einem 10:0-Lauf zum 20:20 (13.) aus. Und dies, obwohl Spielmacher Hamann ohne Wirkung und in der ersten Halbzeit ohne Korberfolg blieb.

Körperbetonte Verteidigungsarbeit

Dafür konnte sich wie bereits im dritten Endspiel Bambergs 18-jähriger Nachwuchscenter Tim Ohlbrecht wiederholt gut in Szene setzen und steuerte zum 33:32-Pausenstand sieben Punkte bei. Da beide Mannschaften eine überaus körperbetonte Verteidigungsarbeit bevorzugten, war die Wurfquote auf beiden Seiten überaus bescheiden. Bei den Dragons lag die Treffereffizienz phasenweise bei nur 28 Prozent, bei den Franken war sie kaum besser.

Als der von den Quakenbrücker Fans permanent ausgebuhte Nationalspieler Hamann besser ins Spiel fand, gerieten auch die Bamberger auf die Siegerstraße. Mit einem 7:0-Lauf zogen die Gäste vom 36:36 auf 36:43 (29.) davon. Als Hamanns in der Finalserie blasser Nationalmannschaftskollege Robert Garrett endlich seine Form fand und zwei Dreier in Serie erzielte, war die Vorentscheidung gefallen. Doch der überragende Hess und Bailey mit zwei Freiwürfen brachten die Dragons zwar noch auf 63:64 heran, die am Ende im Pech waren.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben