Basketball : Bayern holen Bryant

Die Bayern kaufen sich auch im Basketball alles zusammen, was gut ist. Nun wechselt mit John Bryant der beste Spieler der Bundesliga nach München.

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Foto: pa/EibnerFoto: picture alliance / Eibner-Presse

Das Ulmer Münster hat sich der Basketballprofi John Bryant bereits auf den Rücken tätowieren lassen. Möglich, dass demnächst auch noch die Münchner Frauenkirche auf dem massiven Körper des mit 127 Kilogramm nicht ganz austrainiert wirkenden Centerspielers Platz finden muss. Wie am Dienstag bekannt geworden ist, wechselt John Bryant innerhalb der Bundesliga vom diesjährigen Halbfinalisten Ulm zu den Basketballern des FC Bayern München.

Der 26-jährige Amerikaner, der in den vergangenen beiden Spielzeiten zum wertvollsten Spieler (MVP) der Liga gewählt worden ist, erhält bei den Münchnern einen Zweijahresvertrag. „Ich habe die Entwicklung des FC Bayern schon lange verfolgt und freue mich riesig, nun Teil dieses Vereines zu sein. Ich kann es kaum erwarten, dass die neue Saison beginnt“, wird Bryant in einer Klub-Mitteilung vom Dienstag zitiert. Seinen Abschied aus Ulm hatte John Bryant unlängst bereits bekannt gegeben, wollte aber den Namen des neuen Klubs zunächst noch nicht nennen.

Der Geschäftsführer des FC Bayern, Marko Pesic, sagte zur Vertragsunterzeichnung: „John hat in den letzten zwei Jahren die Bundesliga geprägt.“ Auch seien seine Leistungen im Eurocup beeindruckend gewesen. „Trotz seiner bisherigen Erfolge, hat er noch viel Potenzial, sein Spiel weiter zu verbessern“, sagte Marko Pesic.

Bryant soll zusammen mit seinem Landsmann Jared Homan nach dem Abgang von Lawrence Roberts das Center-Duo bei den Bayern bilden. Den Ausschlag für seine Entscheidung dürfte die Vergabe einer Euroleague-Wildcard an die Münchner gegeben haben. Es gilt als sicher, dass der Klub in der nächsten Saison in der höchsten europäischen Spielklasse dabei sein wird. Offiziell werden diese Startplätze allerdings erst in dieser Woche vergeben.

Der 2,11-Meter große Bryant spielte nach seiner Collegekarriere in Santa Clara in der nordamerikanischen Development-League, ehe er 2010 nach Ulm kam. Dort trug er maßgeblich zum Aufschwung des Ulmer Basketballprojekts bei, das mit der Vizemeisterschaft 2012 und dem Pokalfinale 2013 gekrönt wurde. In München wird es interessant sein zu verfolgen, inwiefern sich Bryant gegen europäische Centerspieler der Spitzenklasse behaupten kann. In Deutschland hatte er das Spiel unter den Körben dominiert, und auch von der Dreierlinie traf er mit 37 Prozent Erfolgsquote ungewöhnlich zuverlässig für einen Centerspieler. Tsp/dpa

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