Basketball-Bundesliga : Alba Berlin ringt Bayreuth mit 68:58 nieder

Alba Berlin setzt sich in einem Kampfspiel in Bayreuth durch und siegt auch im zweiten Bundesligaspiel. Nun wartet der NBA-Klub San Antonio Spurs.

Abklatschen für den Sieg: Albas Centerspieler Leon Radosevic.
Abklatschen für den Sieg: Albas Centerspieler Leon Radosevic.Foto: dpa

Am Ende hatte auch der Bayreuther Hallensprecher alles gegeben. „Die Sensation war möglich“, brüllte er heiser, aber auch enttäuscht in sein Mikrophon, „gegen einen brutal starken Gegner.“ Seine Lautstärke passte zur hohen Intensität auf dem Feld, mit der die Spieler von Alba Berlin beim 68:58 (32:26)-Sieg die Mannschaft aus Bayreuth niederringen mussten. „Es war ein Kampfsieg, wie man so schön sagt“, erklärte Albas Small Forward Niels Giffey, der auf zehn Punkte kam, „wir hatten am Ende mehr Energie gehabt.“ Clifford Hammonds (17 Punkte), Jamel McLean (15 Punkte) und Reggie Redding (11 Punkte) trafen für Alba am besten.
Tatsächlich mussten sich die Berliner zwei Tage nach dem leichten Erfolg über Göttingen am ersten Spieltag an eine ganz andere, deutlich härtere Gangart gewöhnen. „Es sind zehn Männer auf dem Feld, was will man erwarten“, sagte Bayreuths Centerspieler Philipp Heyden. Der aus der Lichterfelder Basketballschule stammende Centerspieler (5 Punkte, 9 Rebounds) lieferte sich mit seinen Berliner Gegenspielern McLean und Radosevic einen heißen Kampf unter den Körben. „Es war sehr physisch“, sagte Niels Giffey, „mit harten Fouls auf beiden Seiten.“

Die Berliner überzeugten vor allem in der Defensive

Zu Beginn der ersten Halbzeit konnte sich zunächst kein Team absetzen. Erst am Ende des zweiten Viertels gelang es den Berlinern, mehr Rebounds zu fangen und sich etwas abzusetzen. Nach der Halbzeit schienen die Berliner das Spiel zunächst im Griff zu haben (40:30), doch die von den Bayreuther Fans frenetisch angefeuerten Bayreuther kamen durch Dreipunktewürfe ihres Aufbauspielers Trevon Hughes zweimal wieder bis auf einen Punkt heran.
Die Kontrolle über das Spiel aber verloren die Berliner im abschließenden Viertel nie. Das lag auch daran, dass sie im Gegensatz zu ihrem Gegner über eine größere Rotation verfügen konnten. „Wenn man sieht, wie Alba rotiert, dann ist das fast wie beim Handball“, sagte Philipp Heyden, „das können wir nicht.“
Die Berliner überzeugten vor allem in der Defensive, im Angriff funktionierte hingegen einiges noch nicht. Vor allem an der Freiwurflinie präsentierten sich die Berliner mit einem zittrigen Händchen. Zeitweise sank die Quote in der zweiten Halbzeit auf peinliche 38 Prozent, am Ende hatten die Gäste jeden zweiten Wurf von der Linie getroffen – auch nicht gerade ruhmvoll.
Besser hingegen sieht der Blick auf die Tabelle aus, die von den Berlinern zu Beginn des zweiten Spieltages angeführt wird. „Wir haben ein Riesenselbstvertrauen“, schwärmte Niels Giffey, „aber wir haben auch einen harten Spielplan, wir müssen jetzt wieder runterkommen und uns konzentrieren.“ Beim Runterkommen könnte womöglich der nächste Gegner helfen, der am Mittwoch in Berlin auf Alba wartet: Das ist der NBA-Klub San Antonio Spurs, der nichts weniger ist als der amtierende Meister der besten Basketball-Liga der Welt.

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