Basketball-Bundesliga : Alba Berlin unterliegt deutlich in Ulm

Alba Berlin fehlte die Kraft, das Spiel noch zu drehen: Gegen furios startende Ulmer gab es eine deutliche 73:92-Niederlage in der Basketball-Bundesliga.

Ratiopharm Ulm hat sich damit erfolgreich für die Niederlage im Pokalfinale gegen Alba Berlin revanchiert. Der Vizemeister bezwang am Sonntag den Hauptstadtclub klar mit 92:73 und schob sich in der Basketball-Bundesliga am FC Bayern vorbei auf Rang drei. Die Münchner hatten am Samstag 66:70 bei den Artland Dragons verloren. Tabellenführer Brose Baskets deklassierte mit 105:54 den Absteiger Gießen 46ers und steht als erster Playoff-Teilnehmer fest. Hinter Bamberg festigten die EWE Baskets Oldenburg durch den 88:79-Pflichtsieg gegen den Vorletzten Neckar Riesen Ludwigsburg Platz zwei.

In der Neuauflage des Cup-Finals vom vergangenen Sonntag startete Ulm furios, traf fünf von sieben Drei-Punkt-Wurfversuchen im ersten Viertel und lag nach zehn Minuten mit 26:21 vorne. Angeführt vom überragenden Allan Ray (21 Punkte) und Nationalspieler Per Günther (13) zogen die Schwaben mit einem zwischenzeitlichen 14:0-Lauf bis zur Pause auf 56:34 davon. In der zweiten Halbzeit kam Berlin vor allem dank Aufbauspieler Heiko Schaffartzik (18) Mitte des Schlussabschnitts noch einmal auf zehn Punkte heran, hatte aber nicht mehr die Kraft, das Spiel zu drehen.

Nach drei Bundesliga-Niederlagen in Serie schaffte Bamberg mit dem sechsthöchsten Sieg der BBL-Historie die Trendwende und durfte sich über das Premieren-Ticket zur K.o.-Runde freuen. Bester Werfer für den Meister war Center Philipp Neumann mit 24 Punkten. Bei 22 Siegen und fünf Niederlagen liegt Bamberg weiter deutlich vor der Konkurrenz und kann nicht mehr auf Rang neun zurückfallen.

In Quakenbrück kassierten die Münchner hingegen schon die vierte Liga-Auswärtsniederlage in Serie. „Artland hat heute eine unglaubliche Defense gespielt, so etwas habe ich noch nicht in meinem Leben gesehen. Ich will einfach gratulieren, weiter so“, lobte Bayern-Coach Svetislav Pesic die Gastgeber, die sechs Tage zuvor noch das Duell um Pokalplatz drei verloren hatten. „Wir sind froh darüber, dass wir eine so starke Mannschaft, die mit diesem Trainer zu dem Meisterschaftsfavoriten zählt, schlagen konnten“, sagte Dragons-Trainer Stefan Koch.

Zu den Kandidaten auf den Titel gehört Phoenix Hagen zwar noch nicht, dennoch sind die Westfalen das Team der Stunde. Nach Heimsiegen über Bamberg, Berlin und Oldenburg setzte sich das Team von Coach Ingo Freyer deutlich mit 102:83 bei den New Yorker Phantoms Braunschweig durch und liegt als Siebter auf Playoff-Kurs. (dpa)

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