Basketball-Bundesliga : Alba gewinnt vorzeitig die Hauptrunde

Die Bayer Giants aus Leverkusen haben Alba Berlin zum vorzeitigen Gewinn der Hauptrunde der Basketball-Bundesliga verholfen. Um den letzten Platz für die Playoffs zeichnet sich ein Dreikampf ab.

Frankfurt/Main - Während die Albatrosse aus der Hauptstadt (52:12 Punkte) einen 92:75-Pflichtsieg gegen die Skyliners Frankfurt feierte, verspielte Verfolger EnBW Ludwigsburg (46:18) seine letzte Chance auf Platz eins durch die 87:95-Niederlage in Leverkusen. Damit gehen die Berliner von der "Pole Position" in die am 20. Mai startenden Playoffs, in denen sie in allen Spielen bis zum Finale zunächst Heimrecht haben.

Ludwigsburg behauptete Platz zwei nur dank des Direktvergleichs mit den punktgleichen Brose Baskets Bamberg, die beim Absteiger BG Karlsruhe mit 97:76 gewannen. Titelverteidiger RheinEnergie Köln (42:22) leistete sich eine 66:73-Niederlage bei den Artland Dragons Quakenbrück und musste Rang vier sogar an die im Direktvergleich besseren Eisbären Bremerhaven (42:22) abgeben, die gegen die Paderborn Baskets mit 86:80 gewannen. Mit einem 66:65-Zittersieg gegen die Phantoms Braunschweig qualifizierten sich die Telekom Baskets Bonn als sechstes Team für die Playoffs.

Kampf um den letzten Playoff-Platz

Spannung bis zum Schluss herrscht im Kampf um die beiden letzten Playoff-Plätze, in dem neben Leverkusen und Quakenbrück (beide 36:28) auch die EWE Baskets Oldenburg (34:30) trotz der 89:98-Niederlage beim Konkurrenten Tigers Tübingen (32:32) gute Chancen haben. Auch Neuling ratiopharm Ulm (32:32) ist nach seinem 100:90-Sieg bei TBB Trier noch im Rennen. Trier verlor Rang 15 an die Gießen 46ers, die sich gegen Absteiger Baskets Nürnberg mit 78:55 durchsetzten.

Im Duell zweier stark ersatzgeschwächter Mannschaften blieben die Skyliners aus Frankfurt bis zur Halbzeit (39:38) an den "Albatrossen" dran, wurden aber im dritten Viertel (15:29) förmlich überrollt. Die 68:53-Führung brachten die Berliner mit Boumtje Boumtje (17), Jenkins (16), Owens (14) und Avery (14) als Topscorer im Schlussviertel locker über die Runden. Frankfurts beste Werfer waren Bauer (20) und Bryant (15).

Ludwigsburg mit fulminantem Start

Hochspannung herrschte in der Leverkusener Wilhelm-Dopatka-Halle, wo Ludwigsburg einen sensationellen 16:0-Start hinlegte und am Ende doch noch mit leeren Händen da stand. Mit zunehmender Dauer fand Leverkusen immer besser ins Spiel, während die Schwaben stark abbauten. In Allen (22), Geib (22), Goldsberry (15), Taylor (12) und Newson (10) hatte Bayer fünf zweistellig treffende Akteure, Ludwigsburg in Green (19), Goljovic (17) und Foster (11) nur deren drei.

Besser als Ludwigsburg machten es die Bamberger, die in Karlsruhe sogar mit 19:0 führten und diesen Vorsprung bis zum Ende verwalteten. Jacobsen (28) für die Franken und Kabba (31) für die Badener waren die Topscorer. Hess (20) und Caner Medley (16) waren Quakenbrücks maßgebliche Korbschützen gegen Köln (Mallet/15, Nadjfeji/13). Das bessere Teamwork verhalf Bremerhaven (Chubb/14, Jacobson/13) zum Erfolg gegen Paderborn (Gipson/28, Esterkamp/18). Conley (15) war Bonns Topscorer gegen Braunschweig (Tica/13). Das Duo Katic (31) und Moye (23) führte Tübingen zum Sieg gegen Oldenburg, das in Penigar (32) den herausragenden Korbschützen hatte. (Von Reinhard Schwarz, dpa)

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