Basketball-Bundesliga : Alba macht kurze Pause auf Rang zwei

Alba Berlin schlägt Tübingen in der Basketball-Bundesliga locker 84:67 und springt von Platz sechs auf Platz zwei.

Lars Spannagel

„Bitte jetzt nicht erschrecken, wenn Sie auf die Tabelle schauen“, sagte der Hallensprecher. In der Tat bot sich den 8849 Fans von Alba Berlin am Montagabend um 19.50 Uhr auf dem Videowürfel der Arena am Ostbahnhof ein höchst ungewöhnlicher Anblick: Die Berliner standen nur auf Platz sechs in der Basketball-Bundesliga. Knapp zwei Stunden und einen 84:67 (48:37)-Sieg gegen die Tigers Tübingen später sah das schon anders aus: Alba verabschiedete sich auf Rang zwei in die kurze Winterpause.

Der Tabellen-15. aus Tübingen entpuppte sich als genau der richtige Gegner, um Alba über die unglückliche 68:73-Niederlage gegen Tau Vitoria in der Europaliga am Donnerstag hinwegzutrösten. Die Tigers spielten engagiert und zumindest zu Beginn mutig mit, waren aber letztlich in allen Belangen unterlegen.

Die ersatzgeschwächten Gäste starteten gut und fanden sich 14:7 in Führung liegend wieder. Zu diesem Zeitpunkt wirkte Alba leicht schläfrig, die letzte Konsequenz im Angriff fehlte. Tübingens klobiger Center Rasko Katic (am Ende mit 23 Punkten) konnte sich auf der anderen Seite immer wieder durchsetzen. Doch mit der Einwechslung von Aleksandar Nadjfeji gelang es Alba immer besser, sich gute Wurfpositionen zu erarbeiten – und auch zu treffen. Bis zur ersten Viertelpause hatten die Berliner auf 18:18 ausgeglichen, auch bis zum Stand von 28:27 blieben die Gäste dran. Doch ein 20:10-Zwischenspurt bis zur Halbzeit brachte Alba erstmals ein bisschen klarer in Führung.

Die Tübinger, die sich von einem am Spielfeldrand postierten stattlichen Plüschtiger ein bisschen psychologische Unterstützung erhofften, schienen mit ihrer guten Anfangsphase zufrieden zu sein: Die Gäste ließen Alba gut aussehen, indem sie auf Details wie eine enge Deckung und gute Reboundarbeit verzichteten.

Als Tübingen per Dreier doch noch einmal auf 61:68 herankam, musste Albas Trainer Luka Pavicevic seine Spieler in einer Auszeit recht eindringlich daran erinnern, dass ihr Urlaub noch sechs Minuten entfernt war. Kurz darauf brachte Rasko Katic sein Team im Rückwärtsfallen sogar auf 67:72 heran, Alba schien doch noch einmal ins Wackeln zu geraten. Doch Casey Jacobsen und Rashad Wright brachen Tübingens ohnehin eher halbherzigen Widerstand mit zwei Dreiern, Tübingen gelang bis zum Ende kein einziger Punkt mehr. An einen Sieg schienen die Gäste sowieso nie ernsthaft geglaubt zu haben.

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