Basketball-Bundesliga : Alba nimmt Bamberger Hürde

Spitzenreiter Alba Berlin hat seinen Siegeszug in der Basketball-Bundesliga fortgesetzt. Der siebenmalige Meister nahm im Spitzenspiel bei den Brose Baskets Bamberg auch die hohe Hürde in der "Frankenhölle".

Frankfurt/Main - Der 68:65-Erfolg gegen Nürnberg war für Alba der achte Sieg in Serie. Die Berliner behaupteten ihren Vier-Punkte-Vorsprung (48:10 Punkte) auf Verfolger EnBW Ludwigsburg (44:14). Die Schwaben siegten klar mit 104:75 bei den Baskets Nürnberg. Meister RheinEnergie Köln (40:18) zeigte sich von dem Ausrutscher in Braunschweig gut erholt und gewann das Derby am 29. Spieltag gegen den rheinischen Rivalen Telekom Baskets Bonn sicher mit 87:70.

Im Kampf um die Playoff-Plätze machten die Eisbären Bremerhaven dank des 86:77-Sieges bei TBB Trier Boden gut, während die Artland Dragons Quakenbrück nach dem 58:75 bei den Tigers Tübingen wieder bangen müssen. Einen Rückschlag erlitt auch Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen durch die 80:81-Niederlage bei den EWE Baskets Oldenburg, die auch noch gut im Playoff-Rennen liegen. So wie Aufsteiger ratiopharm Ulm nach dem 101:83 gegen die BG Karlsruhe, die nach der 24. Niederlage in Serie als erster Absteiger feststeht.

Die Playoff-Chancen von Ex-Meister Skyliners Frankfurt tendieren dagegen nach der 60:62-Heimpleite gegen den Abstiegskandidaten Gießen 46ers langsam gegen Null. Nach Gießens Sieg werden wahrscheinlich die Baskets Nürnberg Karlsruhe beim Gang in Liga zwei begleiten. Mit 10:48 Punkten haben die Franken bereits acht Punkte Rückstand auf Gießen (18:40) auf dem rettenden 16. Platz.

Stanojevic verlässt Alba

Vor dem Spitzenspiel vor 6800 Zuschauern hatten die "Albatrosse" eine bittere Nachricht zu verkraften: Center Jovo Stanojevic, in der letzten Saison noch "wertvollster Spieler" (MVP) der Liga und nach überstandenem Kreuzbandriss wieder auf dem Weg zu alter Stärke, hatte sich quasi über Nacht in seine serbische Heimat verabschiedet. "Wir sind sehr enttäuscht und müssen das erst Mal verdauen. Wir haben immer wieder an seine Geduld und den Glauben an sich selbst appelliert", sagte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi im TV-Sender Premiere.

Doch auch ohne ihren Center bot die Mannschaft von Trainer Henrik Rödl eine beherzte kämpferische Vorstellung. Selbst durch einen 44:52-Rückstand nach dem dritten Viertel ließen sich die Berliner nicht aus der Ruhe bringen. Der überragende Owens (15 Punkte/15 Rebounds) und der wiedergenesene Jenkins (15) brachten die "Albatrosse" im Schlussviertel auf die Siegerstraße. Ein Schlüssel zum Berliner Sieg war die gute Defensivleistung von Nationalspieler Herber, der Bambergs Topscorer Jabobsen "nur" auf 14 Punkte hielt.

Roessler Matchwinner in Frankfurt

Kölns herausragender Spieler beim lockeren Derby-Sieg gegen Bonn (Bowler/16) war der Serbe Sljivancanin (22), der sich erst in der Schlussphase um eine 100-prozentige Trefferquote brachte. Ludwigsburg (Foster/22) wurde von Nürnberg (Gioulekas/16) nicht gefordert. Das starke Werfer-Duo Grunfeld (31) und Penigar (21) sorgte in erster Linie für Oldenburgs Zittersieg gegen Leverkusen (Allen/28). Wie schon beim 79:78 gegen Trier war Roessler (12) per "Dreier" mit der Schlusssirene Gießens Matchwinner in Frankfurt (Benton/13).

In Ulm trafen Levy (26) für die Gastgeber und Jones (20) für Karlsruhe am besten. Trier (Gillingham/20) verspielte gegen Bremerhaven (Jonusas/16) eine komfortable 54:37-Pausenführung. Tübingen hatte gegen die Dragons (McIntosh/14) in Moye (18) seinen erfolgreichsten Punktesammler. (Von Reinhard Schwarz, dpa)

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