Basketball : Der Umbau bei Alba ist abgeschlossen

Basketball-Bundesligist Alba Berlin verstärkt sich mit dem Serben Tadija Dragicevic. Der Power-Forward kommt zum ersten Mal nach Berlin - und trifft doch auch viele Bekannte Gesichter.

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BAm Mittwoch gab Basketball-Bundesligist Alba Berlin die Verpflichtung des serbischen Power Forwards Tadija Dragicevic bekannt. Albas Coach Luka Pavicevic hatte den heute 24-Jährigen bereits in Serbiens U-20-Nationalmannschaft betreut, auch den neuen Berliner Assistenztrainer Dejan Mijatovic kennt Dragicevic aus den Nachwuchs-Auswahlteams seines Landes. Und mit Albas neuem Aufbauspieler Marko Marinovic stand er in der Saison 2008/09 zusammen im Kader von Roter Stern Belgrad. „Ich freue mich auf die Saison und insbesondere darauf, wieder mit Luka Pavicevic zusammenzuarbeiten“, teilte Dragicevic mit, der einen Einjahresvertrag bei Alba unterschrieben hat und Ende der Woche in Berlin erwartet wird.

Mit dem Transfer ist Albas Kader zumindest auf den großen Positionen komplett, laut Teammanager Mithat Demirel will sich der Klub nun Zeit lassen und sehen, „ob wir auf den Flügelpositionen noch einen weiteren Spieler verpflichten“. Der 2,05 Meter große Dragicevic kommt vom italienischen Topklub Lottomatica Rom nach Berlin. Seine bislang beste Saison spielte er 2007/08 für Roter Stern, daraufhin sicherte sich der NBA-Klub Utah Jazz sogar die Rechte an ihm. In diesem Sommer wurde Dragicevic ins Summer-League-Team der Jazz eingeladen, kam aber nicht zum Einsatz. Für seine Körpergröße ist er sehr beweglich und verfügt über einen sicheren Dreipunktewurf – Eigenschaften, die ihn zur wohl teuersten Neuverpflichtung der Berliner machen. „Wir bekommen mit ihm eine Kombination aus Ambition und Vielseitigkeit, die wir in der vergangenen Saison auf dieser Position schmerzlich vermisst haben“, sagt Luka Pavicevic. Kenan Bajramovic und Jurica Golemac waren zuletzt eher durch Desinteresse aufgefallen.

Auf der Position des Power Forwards dürfte Dragicevic in Albas Startformation gesetzt sein. Als Ersatzmann steht Sven Schultze bereit – ein weiteres Gesicht, dass der Serbe zumindest flüchtig kennt. Die beiden trafen in der vergangenen Saison in Italien aufeinander. „Er ist ein robuster Typ, der nicht einfach zu verteidigen ist“, erinnert sich Schultze, „aber gegen mich hat er nicht viel gemacht.“ Gegen Schultzes Klub Ferrara gelangen Dragicevic damals nur acht Punkte – im Trikot der Berliner dürfte von ihm wohl deutlich mehr erwartet werden. Lars Spannagel

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