Basketball : Deutsche Damen vor EM-Aus

Zwei Tage nach dem Sensationssieg gegen Tschechien haben Deutschlands Basketball-Damen gegen die Türkei verloren und damit so gut wie alle Chancen auf ein Weiterkommen bei der EM verspielt.

Vasto/FrankfurtFür Deutschlands Basketballerinnen ist der Einzug in das EM-Viertelfinale und die damit verbundene Chance auf die Olympia-Qualifikation in weite Ferne gerückt. Zwei Tage nach dem Sensationssieg gegen Titelverteidiger Tschechien unterlag die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) der Türkei mit 63:76 (28:44) und steht damit vor dem Aus. "Wir sind sehr enttäuscht. Die Möglichkeiten zum Weiterkommen sind jetzt nur noch theoretischer Natur", sagte Team-Manager Jochen Buschke.

Zum Sprung unter die besten Acht benötigt das DBB-Team im letzten Zwischenrundenspiel der Gruppe E am Dienstag (21 Uhr) gegen Lettland unbedingt einen Sieg und zugleich fremde Schützenhilfe. "Dass wir das letzte Spiel haben, ist ein Vorteil. Da wissen wir vorher auf jeden Fall, ob wir es noch selbst in der Hand haben und wenn ja, wie hoch wir gewinnen müssen", sagte Buschke.

16 Punkte Vorsprung zur Halbzeit

Nach der Gala gegen Europameister Tschechien enttäuschte die Mannschaft von Bundestrainer Imre Szittya gegen die Türkei auf der ganzen Linie. Beste Werferin war Anne Breitreiner vom polnischen Club Lotos Gdynia mit 19 Punkten. Zweistellig trafen auch in der US-Profiliga WNBA beschäftigten Martina Weber (New York Liberty/16) und Linda Fröhlich (Sacramento Monarchs/10).

Nach einer 7:6-Führung (4.) geriet die deutsche Mannschaft mit 9:16 (7.) in Rückstand. Beim 22:25 (14.) keimte noch einmal Hoffnung, doch danach zogen die Türkinnen davon und gingen mit einem beruhigenden 16-Punkte-Vorsprung in die Halbzeit. Auch nach der Pause enttäuschte das DBB-Team und fügte sich schließlich in die Niederlage, durch die der überraschende Sieg gegen Tschechien nur noch Makulatur war.

Gegen den Titelverteidiger hatten die deutschen Damen eine Gala-Vorstellung abgeliefert. Beste Werferinnen waren Fröhlich (18) und Breitreiner (10). "Wir wollten zeigen, dass wir gegen einen Großen 40 Minuten lang mithalten können. Es war ein Wahnsinnsspiel", sagte Buschke. (mit dpa)

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