Sport : Basketball-EM: Ein Sieg über Lettland, ohne zu punkten

Lars Richter

Siauliai - Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat das bedeutungslose letzte Vorrundenspiel bei der EM in Litauen gegen Lettland am Montag dank eines Dreiers von Heiko Schaffartzik wenige Sekunden vor Schluss mit 81:80 (33:33) gewonnen. Beste Werfer des Teams von Bundestrainer Dirk Bauermann waren Chris Kaman und Dirk Nowitzki, die sich mit weniger als 20 Minuten Spielzeit für die nächsten Aufgaben schonen konnten, sowie Tibor Pleiß, Robin Benzing und Heiko Schaffartzik mit jeweils elf Punkten. „Die Jungs haben alles gegeben“, erklärte Bauermann zufrieden, „wir haben gesehen, dass wir die Stärke haben, ein so enges Spiel zu gewinnen.“

Mit Blick auf die am Mittwoch beginnende Zwischenrunde war der Erfolg für die DBB-Auswahl ein wenig von Bedeutung. Die Gegner sind dann Titelverteidiger Spanien, Vizeweltmeister Türkei und Gastgeber Litauen. Das deutsche Team konnte wenigstens Selbstvertrauen aufzubauen. „Wie der Sieg zustande kam, war sehr wichtig für uns“, sagte Schaffartzik, der nicht nur den entscheidenden Wurf verwandelte, sondern auch zehn Assists verteilte. „Es ist nicht unmöglich, die Türken, Litauer, oder auch Spanier zu schlagen“, sagte der Aufbauspieler aus Berlin.

Die Profis von Dirk Bauermann nehmen nach der 64:75-Niederlage am Sonntagabend gegen Serbien keine Punkte mit in die Zwischenrunde. Auch deshalb war NBA-Superstar Dirk Nowitzki verärgert. Im Serbienspiel schnauzte er Tim Ohlbrecht an, entschuldigte sich aber hinterher. Zudem wurde gestern bekannt, dass die Skyliners Frankfurt den zuvor vereinslosen 23-Jährigen unter Vertrag nehmen. Auch den Vorfall mit Nowitzki hatte Ohlbrecht verdaut. „Dirk hat sich für seine Worte entschuldigt“, sagte er. „Ich hatte einen Abriss verdient. Und den habe ich bekommen.“ Lars Richter

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