Basketball-Euroleague : Zu viele Probleme - Alba verliert in Kaunas

Alba Berlin kann die personellen Ausfälle in der Euroleague nicht verkraften und unterliegt beim litauischen Meister Zalgiris Kaunas mit 62:75 (28:35). Es war die erste Niederlage im zweiten Spiel in der Runde der 16 besten europäischen Teams.

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Alba Berlin (Szene mit Jamel McLean, rechts) spielte in Litauen eine schwache erste Halbzeit - und konnte den Rückstand dann nicht mehr aufholen.
Alba Berlin (Szene mit Jamel McLean, rechts) spielte in Litauen eine schwache erste Halbzeit - und konnte den Rückstand dann nicht...Foto: dpa

Kurz nach der Pause sprang der ältere der beiden mitgereisten Alba-Fans von seinem Sitz auf und klatschte einsam Beifall. Ein Zwischenspurt der Basketballprofis von Alba Berlin hatte bei ihm die Hoffnung geweckt, sein Team könne im Euroleague-Auswärtsspiel bei Zalgiris Kaunas die Ausfälle unter den Körben überwinden. Doch das Fehlen des mit Rückenschmerzen kämpfenden Centerspielers Leon Radosevic sowie des länger verletzten Jonas Wohlfarth-Bottermann wog zu schwer. Neuzugang Jannik Freese ist in der Euroleague nicht spielberechtigt. Das 62:75 (28:35) in der Runde der besten 16 Teams Europas war im zweiten Spiel die erste Niederlage der Berliner.

Vor 8214 Zuschauern liefen die Berliner in Kaunas von der ersten Minute an einem Rückstand hinterher. Die Reboundprobleme von Alba machten sich vor allem im ersten Durchgang bemerkbar, als das Team von Trainer Sasa Obradovic fünf Rebounds weniger fing. Im zweiten Abschnitt machten sie es besser, bezeichnend aber war, dass die beiden kleineren Aufbauspieler Alex Renfroe (7 Rebounds, 7 Punkte) und Clifford Hammonds (5 Rebounds, 13 Punkte) die meisten abprallenden Bälle bei den Berlinern fingen.

In einem niveauarmen und von Ballverlusten geprägten Spiel konnten sich die Berliner immer wieder herankämpfen, im letzten Viertel bis auf 51:53. Doch der litauische Meister traf insgesamt elf Würfe hinter der Dreipunktelinie, zudem blieb der sonstige Berliner Leistungsträger Reggie Redding (6 Punkte) glücklos. Jamel McLean war gemeinsam mit James Anderson von Kaunas (je 16 Punkte) bester Werfer, doch in der ersten Halbzeit war er ebenfalls fast wirkungslos geblieben.

Was falsch lief, dürften Jamel McLean, Reggie Redding und Niels Giffey am Samstag öfters zu hören bekommen. Sie reisten gemeinsam mit Coach Sasa Obradovic zum All-Star-Spiel der Basketball-Bundesliga nach Ulm (20 Uhr, kostenloser Livestream bei telekombasketball.de).

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