Basketball-Europaliga : Alba Berlin verliert in Barcelona 69:85

Alba Berlin unterliegt beim Spitzenteam FC Barcelona nach Halbzeitführung noch 69:85. Ein schwaches drittes Viertel verhindert eine knappere Niederlage oder sogar eine Sensation.

Alba
Albas Immanuel Mcelroy (l.) versucht, an Gianluca Basile vorbeizukommen. -Foto: dpa

Berlin - Zur Halbzeitpause durften Alba Berlins Basketballer von der Sensation träumen, fünf Minuten nach Beginn des dritten Viertels war die Partie entschieden – für den Gegner, den großen Favoriten FC Barcelona. Die Spanier führten nach 37:38-Pausenrückstand 50:40, bauten den Vorsprung mit einem Sturmlauf gegen die nun überforderten Berliner auf 60:45 aus und siegten erwartungsgemäß klar 85:69. Damit hat der Tabellenletzte der Gruppe F auch das dritte der sechs Zwischenrundenspiele in der Europaliga verloren. Nächster Gegner ist in zwei Wochen in Berlin erneut Barcelona.

Barcelonas viele Stars bilden eines der defensivstärksten Teams des Kontinents, haben die drittstärkste Offensive und brillierten zuletzt beim Kantersieg gegen das Spitzenteam Maccabi Tel Aviv. Doch die Berliner Außenseiter, die vergangene Woche eine Sensation gegen Real Madrid knapp verpasst hatten, ließen sich von dem Team um Juan Carlos Navarro (13 Punkte) nicht einschüchtern, spielten mit dem wiedergenesenen Ansu Sesay selbstbewusst mit und verteidigten stark. Selbst dass Spielmacher Steffen Hamann und Center Adam Chubb nach sechs Minuten schon zwei Fouls kassiert hatten, verunsicherte sie nicht.

Barcelona zog auf 12:6 davon, doch Alba hielt dagegen und konnte zunächst nur den überragenden Ersan Ilyasova (30 Punkte, 6 Dreier, 11 Rebounds) nicht stoppen. Barcelona leistete sich eine ganze Reihe von Fehlwürfen und war bei den Rebounds unterlegen. 17:12 für Alba lautete hier die Bilanz zur Pause, obwohl die Gastgeber unter dem Korb mit ihren vielen langen Spielern viel besser besetzt sind. Bei den Gästen überzeugten in der ersten Halbzeit vor allem Antreiber Julius Jenkins (12 Punkte insgesamt) und Aleksandar Nadjfeji (11).

Doch Albas Stärke rüttelte die Gastgeber auf, die nun mit aggressiver Verteidigung und schnellen Angriffen die Berliner wie Statisten wirken ließen. Alba ging die Kraft aus, nur sieben Punkte machte das Team im gesamten dritten Viertel – 23 dagegen Barcelona. Im Schlussviertel konnte Alba wieder mithalten, doch das Spiel war längst entschieden. Tsp

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