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Basketball - Finalserie in der BBL : Baskets Bamberg werden Deutscher Meister

Am Ende einer fünf Spiele langen Finalserie nutzten die Bamberger ihren Heimvorteil: Sie besiegten den FC Bayern München 88:84 und wurden zum siebten Mal Meister. Bayern-Trainer Svetislav Pesic sieht sich von den Schiedsrichtern benachteiligt.

Einfach war es nicht. Bambergs Guard Karsten Tadda (re.) bei der Arbeit.
Einfach war es nicht. Bambergs Guard Karsten Tadda (re.) bei der Arbeit.Foto: AFP/Stache

Das allerletzte Spiel der Saison blieb bis zur allerletzten Sekunde spannend. Im entscheidenden fünften Finalspiel der Basketball-Bundesliga hatten die Baskets Bamberg bereits mit 18 Punkten geführt, ehe Titelverteidiger FC Bayern in einer packenden Aufholjagd noch auf zwei Zähler herankam. Am Ende reichte es für die Münchner nicht: Bamberg gewann in eigener Halle verdient mit 88:84 (49:36), krönte sich damit zum Deutschen Meister 2015 und feierte den siebten Meistertitel der Vereinsgeschichte.


Vor der Saison hatten die Bamberger nicht nur ihr Team komplett umgebaut, sondern auch das langjährige Erfolgsduo aus Manager Wolfgang Heyer und Trainer Chris Fleming entlassen. Mäzen Michael Stoschek stellte die Mittel zur Verfügung, um ein hochkarätiges Team zusammenzustellen und den Titel wieder nach Bamberg zu holen. Die Investition machte sich bezahlt: Bamberg schloss nicht nur die reguläre Saison als Tabellenführer ab, sondern setzte sich auch in den Play-offs durch. „Es ist niemals leicht, in ein anderes Land zu kommen und auf Anhieb Meister zu werden“, sagte Bambergs Trainer Andrea Trinchieri, den die Baskets ebenfalls im vergangenen Sommer verpflichtet hatten. „Wir haben ein tolles Spiel mit viel Energie abgeliefert.“

„Ich möchte, dass Lottermoser nie mehr ein Spiel von mir pfeift“

Am Sonntagabend lagen die Gastgeber von Beginn an in Führung. Die Münchner fanden keine Mittel, um den Spielfluss der Franken zu stoppen. Kurz nach der Halbzeitpause war der Vorsprung der Bamberger bereits auf 18 Punkte angewachsen, die Bayern ließen die Köpfe hängen. Mit großem Kampfgeist kam der Meister noch einmal heran, der eingewechselte Lucca Staiger hatte daran mit vier Dreipunktewürfen großen Anteil. In einer hektischen Schlussphase behielten die Baskets aber die Oberhand. Center Trevor Mbakwe kam auf 20 Punkte und 13 Rebounds, Spielmacher Brad Wanamaker wurde als Wertvollster Spieler (MVP) der Finalserie ausgezeichnet. Bayerns Trainer Svetislav Pesic beschwerte sich nach Spielende, die drei Schiedsrichter und insbesondere Robert Lottermoser hätten seinem Team zu wenig Respekt entgegengebracht. „Ich möchte, dass Lottermoser nie mehr ein Spiel von mir pfeift“, sagte Pesic.


Als Meister werden die Bamberger die Bundesliga in der kommenden Saison in der Euroleague vertreten, höchstwahrscheinlich kommt ein zweiter deutscher Klub hinzu. Die Euroleague wird sich entscheiden müssen, ob sie ihre Wildcard dem Finalisten Bayern erteilt – oder dem achtmaligen Meister Alba Berlin, in dessen Halle 2016 das Final-Four-Turnier der Euroleague ausgetragen wird. (Tsp)

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