Basketball : Knapper geht es nicht

Es war wieder einmal ein dramatisches, packendes Spiel - und der Sieger hieß wieder einmal Alba. Die Berliner siegen 70:69 in Bremerhaven.

Oliver Riemann

Bremerhaven - Durch einen verwandelten Korbleger des überragenden Julius Jenkins 1,6 Sekunden vor dem Ende kam Alba am Sonntag zu einem glücklichen 70:69 (40:34)-Sieg bei den Eisbären Bremerhaven. Fünfmal standen sich beide Teams seit Bundesliga-Zugehörigkeit der Bremerhavener in einem Hauptrundenspiel gegenüber – es war der fünfte Vergleich, der mit einem oder zwei Punkten gewonnen wurde.

„Es war ein exzellentes Basketballspiel, großartig für alle, die dabei gewesen sind“, sagte der sichtlich geschaffte Alba-Coach Luka Pavicevic später. Für sein Team sei es ein großer Sieg gewesen. „Meine Mannschaft hat ein Lob verdient, weil sie in den letzten zwei Minuten zurückgekommen ist und das Spiel noch gedreht hat“, sagte der Serbe.

Alba bestimmte nach schwächerem Start (9:15) schnell das Spiel - jedenfalls 30 Minuten lang. Die Distanzschützen der Bremerhavener wurden gut verteidigt, im Angriff spielte Alba sehr variabel und abgeklärt. Vor allem Jenkins, mit 24 Punkten bester Werfer der Partie, bekamen die Gastgeber nie in den Griff.

Doch aus der zwischenzeitlichen 49:39-Führung im dritten Viertel wurde plötzlich ein 62:67-Rückstand, weil die beiden Bremerhavener Power Forwards R.T. Guinn und Matt Haryasz nun die Bretter beherrschten und ihre Mannschaft mit ihren insgesamt 21 Punkten in der zweiten Halbzeit nach vorn warfen. Da waren in der dramatischen Schlussphase noch knapp vier Minuten zu absolvieren. 1:01 Minuten vor dem Ende sorgte Jenkins für das 68:69 aus Sicht der Berliner. Der Dreier von Eisbären-Kapitän Zygi Jonusas verfehlte im folgenden Angriff sein Ziel, Patrick Femerling wurde im Gegenzug gefoult - vergab aber beide Freiwürfe. Noch 29,3 Sekunden auf der Uhr.

Sechs Sekunden vor Schluss fing Alba dann den Ball ab, Jenkins ging auf und davon und machte alles klar. Die Spieler hüpften nach der Schlusssirene glücklich über das Parkett. Oliver Riemann

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