Sport : Basketball: Köln meldet Insolvenz an

Köln - Der Basketball-Bundesligist Köln 99ers hat einen Insolvenzantrag gestellt. Als Grund gab der Pokalsieger am Dienstag an, dass der Hauptsponsor seine vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr einhalten kann. Den Kölnern, die jeweils sechsmal Meister und Pokalsieger waren, droht damit der Zwangsabstieg.

Die Entwicklung hatte sich bereits in den vergangenen Tagen angedeutet, als der langjährige Mäzen und Aufsichtsratsvorsitzende Herbert Zimmer die Kölner vor vollendete Tatsachen gestellt hatte. Er könne und werde seine wirtschaftlichen Verpflichtungen gegenüber dem Verein nicht erfüllen, hieß es auf der Internetseite der 99ers. Bereits zu Saisonbeginn musste sich der Verein von Rheinenergie Köln in Köln 99ers umbenennen, weil sich der Energiekonzern als Namenssponsor zurückgezogen hatte.

Für die Liga kam die Entscheidung dennoch unerwartet. „Das kommt für uns sehr überraschend“, sagte Jan Pommer. Der BBL-Geschäftsführer will so schnell wie möglich mit dem bestellten Insolvenzverwalter Kontakt aufnehmen, um prüfen zu lassen, ob die Weiterführung des Spielbetriebs möglich ist. Ob das Pokal-Achtelfinalspiel der Kölner beim Bundesliga-Tabellenführer Alba Berlin, das für den 6. Februar angesetzt ist, stattfinden wird, war gestern noch nicht abzusehen. dpa

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