Sport : Basketball: Kommen und gehen in der Bundesliga

Mit 77 Zu- und 86 Abgängen verzeichnet die Basketball-Bundesliga ein Kommen und Gehen wie nie zuvor. Ursache der großen personellen Veränderungen ist eine Neu-Interpretation der Ausländer-Regelung: Neben Profis aus den Ländern der Europäischen Union (EU) sind ab sofort auch zwei Spieler aus osteuropäischen Staaten inklusive Israel außerhalb des Ausländerkontingents (zwei Akteure) spielberechtigt. Die seit kurzem selbstverwaltete Bundesliga reagierte damit auf eine Forderung des Weltverbandes Fiba, der ursprünglich eine Gleichstellung aller europäischen Spieler anstrebte. Vergleichsweise ruhig ging es hingegen auf den Trainerbänken zu: Nur drei Klubs nahmen einen Wechsel vor.

Gleich zehn der 14 Klubs machten sich die Neuregelung zu Nutze und nahmen insgesamt 16 so genannte Bosman-B-Spieler unter Vertrag. Bekannteste Vertreter sind die ehemaligen jugoslawischen Nationalspieler Dejan Koturovic (Alba Berlin) und Rade Milutinovic (Mitteldeutscher BC) sowie der Tscheche Pavel Becka (Oldenburger TB) und der Kroate Sinisa Kelecevic (von Frankfurt zu Telekom Baskets Bonn), die beide im vergangenen Jahr noch eine "echte" Ausländerstelle belegten. Kurz vor Saison-Auftakt geplatzt, ist das Engagement des Jugoslawen Mirko Milicevic bei Metabox Braunschweig. Der Klub kündigte den Vertrag mit ihm, weil der 35-Jährige erhebliche konditionelle Mängel aufwies.

Zurück in der Bundesliga ist ein bekannter Trainer: Dirk Bauermann, der bis Mitte der neunziger Jahre Bayer Leverkusen zu sieben Deutschen Meisterschaften in Folge führte, tritt nach zweijährigem Auslands-Intermezzo einen Job bei Brandt Hagen an. Der westfälische Traditionsklub will in dieser Saison ganz vorn mitspielen.

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