Basketball : Neues Spiel

Der Basketball-Bundesligist Alba Berlin verpflichtet Dijon Thompson und Dragan Dojcin. Der neue Trainer setzt weniger auf Athletik und mehr auf spielerisches Vermögen.

Benedikt Voigt
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Lange Arme. Thomson spielte in der letzten Saison sechs Mal für Atlanta. -Foto: AFP

BerlinMarco Baldi wird auch weiterhin nicht in Ruhe auf Sardinien urlauben können. „Wir suchen noch zwei bis drei Spieler“, sagt der Geschäftsführer des Basketball-Bundesligisten Alba Berlin. Doch der Verantwortliche für Spielerverpflichtungen wird vielleicht nicht mehr ganz so oft zum Handy greifen müssen, denn seit gestern ist er dem neuen Team einen großen Schritt näher gekommen: In dem US-Amerikaner Dijon Thompson und dem Serben Dragan Dojcin hat Alba die nächsten Zugänge gemeldet.

Damit ist klar, dass Koko Archibong die Berliner verlassen wird. Sein Vertrag ist laut Alba „einvernehmlich aufgelöst“ worden. Chris Owens hat seinen Vertrag durch das Ziehen einer Option verlängert, spielt aber offenbar in den Planungen des neuen Trainers Luca Pavicevic keine Rolle. „Der neue Trainer soll nicht mit Kompromissen starten“, sagt Baldi. Nun sei alles denkbar: Ein Ausleihgeschäft, eine Vertragsauflösung, der Wechsel zu einem neuen Klub – oder das Verbleiben im Kader der Berliner.

Trainer Pavicevic setzt im Gegensatz zu seinem Vorgänger Henrik Rödl weniger auf Athletik und mehr auf spielerisches Vermögen. „Die Außenspieler müssen sehr gut mit dem Ball umgehen können“, erklärt Baldi. Der 2,01 Meter große Flügelspieler Dijon Thompson war mit durchschnittlich 20,7 Punkten drittbester Werfer der NBDL, der NBA-Entwicklungsliga. Der 24-Jährige fasste nie richtig Fuß in der NBA, spielte in 16 Spielen für Phoenix und Atlanta und kommt nun zum ersten Mal nach Europa. „Von diesen Spielern sollte man nicht zu viele im Team haben“, sagt Baldi. Doch über NBA-Ambitionen muss er sich beim 31-jährigen Dojcin, der bei Panionios Athen zuletzt durchschnittlich 8,6 Punkte erzielte, keine Sorge machen. „Bei Dojcin weiß man, was man kriegt“, sagt Baldi, „einen soliden Power Forward mit Stärken beim Dreipunktewurf und in der Defensive.“

Auf welchen Positionen Alba noch Spieler sucht, will Baldi nicht verraten. Ihm steht in dieser Saison etwas mehr Geld als im vergangenen Jahr (rund sieben Millionen Euro) zur Verfügung. Allerdings sieht es nicht danach aus, als ob von diesem Geld auch der ehemalige Berliner Mithat Demirel bezahlt werden wird. Der Nationalspieler hatte sich mit Trainer Pavicevic zu einem Informationsgespräch getroffen hatte. Baldi sagt: „Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass Demirel zurückkommt.“

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