Basketball-Pokal : Alba im Endspiel

Die deutschen Basketball-Riesen Alba Berlin und GHP Bamberg bestreiten an diesem Sontag das Pokal-Endspiel.

Bamberg - Der viermalige Cupsieger aus Berlin setzte sich am Samstag im Halbfinale mit 78:69 (33:39) gegen die Gießen 46ers durch und schaffte so den Einzug in sein sechstes Endspiel. Der deutsche Meister GHP Bamberg entschied das Semifinale gegen die Artland Dragons mit 84:56 (40:36) für sich.

Im Finale am Sonntag (17.00 Uhr/Premiere) können sich die Bamberger für die 75:80-Liga-Niederlage zum Ende der Hauptrunde vor einer Woche revanchieren. Für beide Teams, die als Bundesliga-Erster und -Zweiter in die Playoffs gehen, ist der Kampf um den Pokal ein Formtest für die in einer Woche beginnende Meisterrunde. Gießen und die Dragons aus Quakenbrück stehen sich am Sonntag im Spiel um Platz drei (14.15 Uhr) gegenüber.

Gastgeber Bamberg, der nach seinem Pokalsieg von 1992 zum zweiten Mal in einem Finale nach der Trophäe greift, benötigte beim umjubelten Auftritt vor 4750 Zuschauern im ausverkauften Forum einige Minuten, um gegen Quakenbrück ins Spiel zu kommen. Nach dem ersten Viertel führte das Team von Trainer Dirk Bauermann, der auf Topscorer Demond Mallet (Kreuzbandriss) verzichten musste, dann aber mit 24:17. In einer zuweilen sehr hitzigen Partie verwalteten die Bamberger lange einen kleinen Vorsprung; erst nach der Pause (40:36) bauten sie diesen kontinuierlich aus. Bester GHP-Werfer war Spencer Nelson (23 Punkte). Für die Dragons, die in der regulären Saison zwei Mal gegen Bamberg gewonnen hatten, war Shawn Lampley am erfolgreichsten (12).

Der Bundesliga-Hauptrundengewinner aus Berlin, bei dem der an der Leiste operierte Ex-NBA-Profi Mike Penberthy fehlte, hatte in seiner Partie mehr Mühe als erwartet. Gießen, das in diesem Jahr die Playoffrunde verpasst hat, bot dem Favoriten drei Viertel lang viel Widerstand. Zur Pause lagen die 46ers mit 39:33 vorne. Selbst in den Schlussabschnitt ging das Team von Trainer Stefan Koch noch mit einem 54:52, nachdem es einen Elf-Punkte-Vorsprung nahezu verspielt hatte.

«Wir haben in der ersten Halbzeit ein bisschen nervös agiert», sagte Alba-Coach Henrik Rödl. Erfolgreichste Werfer bei den Berlinern waren Jovo Stanojevic (15) und Demond Greene (13). Beim unterlegenen Traditionsclub trafen der Slowake Anton Gavel (19) und der wegen einer Erkankung noch geschwächte Amerikaner Chuck Eidson (13) am häufigsten.

Die Berliner haben nun die Möglichkeit, sich den Titel nach zwei Jahren wieder von RheinEnergie Köln zurückzuholen. Der Titelverteidiger aus der Domstadt war im Achtelfinale gegen Oldenburg ausgeschieden. (Von Christian Kunz, dpa)

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