Basketball-Profiliga : Kevin Durant ist der Wertvollste Spieler der NBA

Kevin Durant ist zum Wertvollsten Spieler (MVP) der NBA gewählt worden. Im Vorjahr verriet er, dass er müde sei, der ewig Zweite zu sein. Nun schloss er aber die reguläre Saison zum vierten Mal als bester Werfer der NBA ab.

Nikolaus Bönke
Kaum Luft nach oben. Kevin Durant ist dieses Jahr nicht zu stoppen. Foto: AFP
Kaum Luft nach oben. Kevin Durant ist dieses Jahr nicht zu stoppen. Foto: AFPFoto: AFP

„Es ist einfach ein surreales Gefühl“, sagte Kevin Durant und schüttelte den Kopf. Nach drei zweiten Plätze hatte er wohl nicht mehr zu hoffen gewagt, die Wahl zum Wertvollsten Spieler (MVP) der NBA mal für sich zu entscheiden. Der „Sports Illustrated“ verriet er im Vorjahr, dass er müde sei, den ewigen Zweiten zu mimen. Schon auf der High School sei er nur der Zweitbeste gewesen. Beim NBA-Draft 2007 wurde Durants Name ebenfalls erst als zweites aufgerufen. Und in der Profiliga angekommen, war es stets LeBron James, der ihm die Show stahl. So auch in der Finalserie 2012, als die Oklahoma City Thunder klar gegen die Miami Heat verloren.

Durchaus nachzuvollziehen, dass sich der eher ruhige Junge aus Washington ausnahmsweise mal angriffslustig gibt. Mit einer Menge selbst auferlegtem Druck ging er also in die aktuelle Saison. Das ganze Jahr über fegte der 25-Jährige übers Parkett. Auch ein Ausfall des zweitbesten Thunder-Spielers Russell Westbrook konnte ihn nicht bremsen: Durant stellte sowohl bei den Punkten als auch bei den Assists Karrierebestwerte auf. Beeindruckend, wie der 2,06 Meter große Flügelspieler über weite Strecken den Spielaufbau übernahm und die Thunder-Offensive lenkte.

Mit einer 41 Spiele andauernden Serie von 25 oder mehr erzielten Punkten entschied er den hochklassigen Zweikampf mit James letztlich. Durant schloss die reguläre Saison zum vierten Mal als bester Werfer der NBA ab. Kaum verwunderlich, dass sich nur sechs von 125 an der Wahl beteiligten Journalisten gegen Durant als MVP entschieden.

Von größerem Wert für Durant wäre der erste NBA-Titel, doch die Play-offs laufen bisher zäh. In die zweite Runde startete Oklahoma mit einer 105:122-Heimniederlage gegen die L.A. Clippers. In der Nacht zu Donnerstag geht die „Best of Seven“-Serie weiter, in der Durant nicht Zweiter werden will.

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