Basketball : Rashad Wright kommt für Bobby Brown

Alba Berlin verpflichtet einen neuen Spielmacher. Rashad Wright war den Berlinern schon vor einiger Zeit aufgefallen.

Helen Ruwald

BerlinAlba Berlins Geschäftsführer Marco Baldi macht Urlaub auf Sardinien, Sportdirektor Henning Harnisch erholt sich in Portugal, und Aufsichtsratschef Axel Schweitzer kümmert sich um seinen neugeborenen Sohn. In Sommerschlaf versinken Alba Berlins Basketballer deshalb aber noch lange nicht: Gestern gab Alba die Verpflichtung des amerikanischen Spielmachers Rashad Wright bekannt. Der 26-Jährige unterzeichnete einen Einjahresvertrag mit Option auf ein weiteres Jahr. Wright spielte zuletzt bei Efes Pilsen Istanbul, wurde aber zusammen mit mehreren amerikanischen Mitspielern im Februar entlassen, weil sie sich weigerten, in Belgrad anzutreten. Das amerikanische Außenministerium hatte vor Reisen in die serbische Hauptstadt gewarnt, weil dort nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo eine US-feindliche Stimmung herrschte.

Dass Wright kommt, bedeutet auch, dass Bobby Brown geht. „Er hat uns gesagt, dass er unbedingt in die NBA will. Außerdem hat er auch Angebote von anderen Europaliga-Vereinen“, sagt Baldi. Kürzlich hatte Alba bereits Steffen Hamann, den Aufbauspieler der deutschen Nationalmannschaft, nach Berlin geholt. „Mit den beiden können wir ein starkes Duo auf der Point-Guard-Position vorweisen“, sagt Harnisch. „Rashad spielt seit Jahren auf einem hohen Level. Er kann aggressiv verteidigen und auch punkten.“ Das bekam Alba zu spüren, als Wright noch das Trikot von Telindus Oostende trug und in der Saison 2006/07 im Uleb-Cup auf Alba Berlin traf. Im Hinspiel war er mit 20 Punkten Topscorer, im Rückspiel machte er 14 Punkte und holte sieben Rebounds.

Aufgefallen war Wright den Berlinern aber schon früher. „Wir haben uns schon für ihn interessiert, als Panionios Athen ihn 2004 geholt hat“, erzählt Marco Baldi. Von dort wechselte Wright nach Serbien zu Hemofarm Vrsac – sein Trainer dort war der jetzige Alba-Coach Luka Pavicevic. „Jetzt kommt er wieder zu einem Trainer, dessen Spielweise er kennt und wo er sich stabilisieren kann“, sagt Baldi. In Istanbul zog sich Wright zu Saisonbeginn eine Innenbandverletzung zu, war aber rechtzeitig wieder fit, um mit Efes ins Top 16 der Europaliga einzuziehen. Dann kam das Spiel in Belgrad – und das abrupte Saisonende. 

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