Sport : Basketball: Serienstart bei Alba

Helen Ruwald

Der Mitteldeutsche BC (MBC) hatte die Serie kaputt gemacht. 32 Bundesligaspiele in Folge hatten die Basketballer von Alba Berlin ab April 2000 gewonnen, ehe sie in Spergau am 13. April 2001 unterlagen. 78:90, bei einem Aufsteiger. Alba wurde dennoch überlegen Meister und traf gestern im ersten Spiel der neuen Saison wieder auf den MBC. Der hatte, mit einem völlig veränderten Kader, diesmal keine Chance. Alba siegte in der Max-Schmeling-Halle vor rund 5000 Zuschauern mit 111:85 (56:41).

Kapitän Henrik Rödl, nach einer Operation noch nicht wieder ganz fit, saß zunächst auf der Bank, ebenso der neue Center George Zidek. In der Startformation standen Alexis, Phelps, Pesic, Lütcke und Öztürk. Nach einer Minute und acht Sekunden Spielzeit standen die Zuschauer auf und feierten, als hätten die Gastgeber bereits gewonnen. Wendell Alexis hatte auf 2:4 verkürzt, es waren seine Punkte Nummer 5000 und 5001 für Alba. Selbst seine Kollegen auf dem Spielfeld beklatschten und bejubelten den US-Amerikaner, der schon im ersten Viertel der neuen Saison da weitermachte, wo er im Play-off-Finale gegen Bonn aufgehört hatte - er warf Punkt um Punkt. Zwölf Zähler waren es in den ersten zehn Minuten, in denen Alba mit 30:20 in Führung ging.

Der eingewechselte Zidek steuerte bereits im ersten Viertel sechs Punkte bei und wurde im Verlauf des Spiels immer stärker. Vor einer Woche erst zum Team gestoßen, bewies der ehemalige NBA-Profi sofort seine Fähigkeiten, war allerdings bereits nach 13 Minuten Spielzeit mit vier Fouls belastet und saß danach zunächst wieder auf der Bank.

Im zweiten Viertel brachte Alba wenig einfache Bälle im Korb unter, dafür um so mehr schwierige: von den 26 Punkten bis zur 56:41-Pausenführung gelangen 18 durch Dreipunktewürfe. Marko Pesic und Sven Schultze waren je zweimal erfolgreich, Alexis und Derrick Phelps je einmal. Nach der Pause hatte der MBC überhaupt keine Chance mehr, konnte den Rückstand nur zwischenzeitlich von 22 auf 17 Punkte verkürzen. Begeistern konnte nur Alba - vor allem Schultze und Tommy Thorwarth, der die Zuschauer mit spektakulären Aktionen und Punkten immer wieder Beifall klatschen ließ. Mutapcic ließ im letzten Viertel zeitweise aus der letztjährigen Stammformation nur Rödl spielen, daneben Zidek, Papic, Schultze und Thorwarth oder Lütcke. Dem MBC half es nichts, ein weiteres Mal konnte er Alba nicht ärgern.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben