Sport : Basketball-Suproleague: Motivation im Internet

Benedikt Voigt

In einer Umkleidekabine der Max-Schmeling-Halle liegen in dieser Woche mehrere Zettel. Alba Berlins Kotrainer Burkhardt Prigge hat im Internet ein paar Informationen entdeckt, die er seiner Mannschaft nicht vorenthalten wollte. "Bestes Spiel dieser Saison", liest man unter www.suproleague.com über den letzten Erfolg von Zepter Slask Wroclaw in der Suproleague. Am Donnerstag treten die Polen in der Max-Schmeling Halle (20.30 Uhr) gegen Alba Berlin an. Wahrscheinlich benötigen die Spieler des deutschen Basketballmeisters die Kopie gar nicht. Die letzten Ergebnisse dürften Warnung genug sein.

Nach einem schlechten Start mit drei Niederlagen sind die Polen in der Suproleague seit vier Spielen ungeschlagen. Spätestens seit dem 79:69-Erfolg in der vergangenen Woche über Ülker Istanbul ist klar, dass Wroclaw jeden in der Gruppe A schlagen kann. "Das ist keine polnische Mannschaft, sondern ein internationales Team", sagt Albas Trainer Emir Mutapcic. Neben den drei polnischen Nationalspielern Dominik Tomczyk, Maciej Zielinksi und dem Routinier Adam Wojcik zählen der US-Amerikaner Harold Jamison und der eingebürgerte Centerspieler Joseph "Jozek" McNaull zu den Leistungsträgern. Zu beachten ist neben dem lettischen Nationalspieler Raimonds Miglinieks vor allem der litauische Forward Dainius Adomaitis, der in Sydney die Bronzemedaille und 1999 mit Zalgiris Kaunas das Final Four der Europaliga gewann. Wroclaw spielt zum ersten Mal in Europas bester Klasse, doch die jüngsten Erfolge kommen nicht überraschend. "In Polen wird sehr viel Geld in den Basketball gesteckt", erklärt Mutapcic.

Auf der Internetseit findet sich übrigens auch der Satz: "Jeder erwartet, dass ihr Alba schlagt." Diese Aussage dürfte Motivation genug sein für Alba.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben