Basketball-WM : "Hinter den USA ist alles möglich"

Der deutsche Basketball-Nationalspieler Dirk Nowitzki geht mit großem Optimismus in die am Samstag beginnende Weltmeisterschaft in Japan.

Hamburg - "Die Amerikaner sind der große Favorit. Aber dahinter ist alles offen", sagte der Profi von den Dallas Mavericks der "Sport Bild". Auf dem Papier sei man sogar noch stärker als bei der Europameisterschaft 2005, weil man wieder Ademola Okulaja und Steffen Hamann dabeihabe.

Der 28-Jährige warnte aber davor, dass man nun zwangsläufig besser spiele als 2005 in Serbien und Montenegro, als Deutschland hinter Griechenland Vize-Europameister wurde. "Wir müssen wieder diesen Teamgeist erzeugen, niemand darf Ego-Aktionen machen. Und das allerwichtigste ist eine stabile Verteidigung."

Nowitzkis angekündigter Rücktritt "nicht endgültig"

Seinen für 2008 im Anschluss an die Olympischen Spiele in Peking angekündigten Rückzug aus der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) sieht Nowitzki nicht als endgültigen Rücktritt. "2008 bin ich 30 und habe dann 15 Jahre lang jeden Sommer durchgespielt. Ich brauche dann erst einmal ein Pause."

Über die Länge seiner Auszeit hat sich der 28-Jährige noch keine näheren Gedanken gemacht. "Aber wenn meine NBA-Karriere eines Tages vorbei ist und ich mich mit 34, 35 oder 36 noch fit fühle, helfe ich in der Nationalmannschaft gerne aus." Auch eine Teilnahme an den nächsten Olympischen Sommerspielen 2012 in London will der gebürtige Würzburger nicht ausschließen. "Wenn wir die Qualifikation für Peking nicht schaffen, bin ich 2012 in London dabei."

Nach seinem endgültigen Karriereende will Nowitzki allerdings zunächst einmal Abstand vom Basketball gewinnen. "Aber nach ein paar Jahren ist alles vorstellbar." In welcher Funktion müsse man sehen, aber er werde dem Basketball "irgendwie erhalten bleiben". Dies sei allerdings davon abhängig, wo er dann leben werde. Im Falle einer Rückkehr nach Deutschland, wäre für ihn auch der Posten des Bundestrainers ein Thema. "Ich kann mir aber auch gut vorstellen, Einzeltrainer zu werden. So wie es Holger Geschwindner bei mir ist." (tso/ddp)

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