Basketball-WM : Serbien träumt von der Sensation gegen die USA

Serbien ist bei der Basketball-WM überraschend in das Finale eingezogen - und träumen nun von der ganz großen Überraschung gegen die USA.

Der Jubel war groß bei den Serben nach dem Halbfinalerfolg gegen den Favoriten Frankreich. Nun wartet im Finale die USA.
Der Jubel war groß bei den Serben nach dem Halbfinalerfolg gegen den Favoriten Frankreich. Nun wartet im Finale die USA.Foto: rtr

Nach dem überraschenden Halbfinal-Sieg gegen Frankreich fordert der Außenseiter Serbien jetzt im WM-Endspiel in Madrid (Sonntag, 21.00 Uhr, Sport1) den mit NBA-Stars gespickten Titelverteidiger und Olympiasieger USA heraus. „Das ist eine unglaubliche Chance, etwas Großartiges zu schaffen in unserem Leben“, sagte Serbiens Star Milos Teodosic, der beim 90:85-Erfolg gegen Frankreich mit 24 Punkten der überragende Spieler auf dem Feld war. „Es gibt Spieler, die kriegen ihr ganzes Leben lang nie die Chance, gegen die USA zu spielen. Schon gar nicht im Finale einer Weltmeisterschaft. Jeder von uns hat davon geträumt, als er noch ein Kind war.“

Seitdem Serbien im Jahr 2006 ein eigenständiger Staat wurde, haben beide Mannschaften im Basketball noch nie gegeneinander gespielt. Bei dieser WM sah es ebenfalls lange Zeit nicht danach aus, denn die Serben kamen im Gegensatz zu den noch unbesiegten Amerikanern nur schwer in das Turnier. Die Vorrunden-Gruppe A schlossen sie nach drei Niederlagen in fünf Spielen als Vierter ab.

„Danach machte etwas Klick“, sagte der frühere NBA-Profi Nenad Krstic. „Wir haben viele Gespräche geführt, unser Trainer gab uns immer Selbstvertrauen.“ Nacheinander warf Serbien die starken Griechen, die Überraschungsmannschaft Brasilien sowie am Freitagabend auch noch Europameister und Spanien-Bezwinger Frankreich aus dem Turnier. „Jetzt ist unser Selbstvertrauen groß. Wir haben auch gegen die USA eine Chance“, meinte Krstic. Den Amerikanern ist es egal, auf wen sie im Finale treffen. „Es gibt keine Überraschungen bei so einer WM. Hier sind alle Teams stark“, sagte Trainer Mike Krzyzewski. (dpa)

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