Basketball : Zwei machen den Unterschied

Dirk Nowitzki und Chris Kaman führen die deutschen Basketballer beim Qualifikationsturnier für Olympia zum 89:71 gegen Neuseeland und ins Viertelfinale.

Kaman
Der gerade eingebürgerte deutsche Center Chris Kaman tankt sich durch. -Foto: dpa

AthenDirk Nowitzki und Chris Kaman haben die deutschen Basketball-Nationalmannschaft mit zusammen 55 Punkten bei der Olympia-Qualifikation in Athen zum 89:71 (47:33) gegen Neuseeland geführt. Dank der beiden Profis aus der nordamerikanischen Profiliga NBA sicherte sich die deutsche Mannschaft den Gruppensieg. Der sehr spielfreudige Nowitzki erzielte vor 5000 Zuschauern in der Olympia-Halle 35 Punkte, der immer stärker werdende Kaman steuerte 20 Zähler bei. Damit trifft das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann im Viertelfinale am Freitag auf den Sieger der Partie zwischen Brasilien und Gastgeber Griechenland (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet.

„Nach diesem Sieg haben wir nun zwei wichtige Spiele vor uns, die wir ebenfalls unbedingt gewinnen wollen. Das wird ein Riesenkampf, dabei ist es egal, wer die Punkte macht“, sagte der überragende Nowitzki, der sich besonders über das immer besser werdende Zusammenspiel mit dem Center Kaman freute. Die ersten drei Mannschaften des Turniers qualifizieren sich für Olympia. Die Gewinner der beiden Begegnungen in der Runde der letzten Vier am Samstag haben die Teilnahme in Peking sicher – die Verlierer spielen am Sonntag um das letzte Ticket.

Auch Bundestrainer Dirk Bauermann war zufrieden – mit seinem gesamten Team. „Nowitzki und Kaman waren sicher ganz stark, ich glaube aber, dass auch die anderen einen guten Job gemacht haben“, sagte Bauermann. „Wir sind eine starke Mannschaft mit zwei überragenden Spielern.“

Nachdem sie sich mit ihrem traditionellen „Haka“ vor dem Spiel in Stimmung getanzt hatten, begannen die Neuseeländer stark. Bei der deutschen Mannschaft waren schon in der Anfangsphase Kaman und Nowitzki die bestimmenden Spieler. Gut eingesetzt von Steffen Hamann erzielte der eingebürgerte Amerikaner Kaman die ersten Punkte der Partie. Wenig später ließ der 2,13-Meter große Kaman ein krachendes Dunking folgen. Immer wieder wurde der Centerspieler der Los Angeles Clippers von seinen neuen Kollegen gesucht.

Da die Deutschen in der Verteidigung nicht konsequent genug arbeiteten, lagen die vom serbischen Coach Nenad Vucinic gut eingestellten Neuseeländer aber unerwartet 26:23 in Front. In seinem 200. Länderspiel saß Kapitän Patrick Femerling lange auf der Bank. Als der Rekord-Nationalspieler dann kurz vor Ende des ersten Viertels auf das Feld kam, verwandelte er gleich seinen ersten Wurf. Ohne Nowitzki und Kaman startete Deutschland in die zweiten zehn Minuten. Als Nowitzki dann zurückkehrte, traf er sofort mit seinem zweiten Dreipunktewurf zum 30:28. Zwei verwandelte Freiwürfe von Kaman brachten dann zum ersten Mal eine Vier-Punkte- Führung. Und als Nowitzki wenig später den Ball in den Korb stopfte, war dies wie eine Befreiung – die deutschen Basketballer bauten ihre Führung bis zur Halbzeit auf 47:33 aus.

Nach dem Wechsel spulte das Team dann souverän sein Pensum ab. Nun stand auch die Verteidigung deutlich besser. Die Neuseeländer gaben aber nicht auf. Vor dem letzten Viertel lagen sie 57:68 hinten. In dieser Phase gelang beiden Teams minutenlang kein Korb. Erst Nowitzki mit seinem dritten Dreier und einem folgenden Drei-Punkte-Spiel machte alles klar.

Vor dem für den deutschen Basketball so wichtigen Viertelfinale am Freitag stehen für das Team zwei Trainingseinheiten am Donnerstag auf dem Programm. „Sightseeing ist nicht geplant“, sagte Bundestrainer Bauermann. „Über die Akropolis zu pilgern wäre übertrieben. Es ist einfach zu heiß.“ dpa/Tsp

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