Sport : Basketball: Zwei rütteln an Albas Thron

Die Aufbruchstimmung bei dem mit dem neuem Clubnamen Opel Skyliners versehenen Frankfurter Basketball-Bundesligisten wurde zum Saisonauftakt durch eine Niederlage getrübt. Mit dem 77:83 (39:37) gegen Bayer 04 Leverkusen legten die Riesen aus "Mainhattan" im Duell zwischen Pokalsieger und Rekordmeister einen Fehlstart aufs Parkett.

"Die Stimmung war super, leider fehlte das i-Tüpfelchen eines Sieges", bilanzierte Skyliners-Manager Gunnar Wöbke, der im Vorjahr mit dem Umzug aus Rhöndorf nach Hessen den risikoreichen Schritt unternahm, das "Produkt Basketball" in der Main-Metropole zu etablieren. Nach dem sportlich gelungenen ersten Jahr mit Pokalsieg und dem dritten Platz in der Meisterschaft wollen die Skyliners mit Hilfe des nach langer Suche gefundenen Hauptsponsors und Namensgebers noch höher hinaus.

Die Rahmenbedingungen, um Basketball als "Event" zu verkaufen, stimmten am Samstagabend in der mit 4650 Zuschauern beinahe ausverkauften Frankfurter Ballsporthalle. Cheerleaders, Hip-Hop- und Pop-Musik, Breakdance, fliegende Ballartisten vom Trampolin und Werbespots von der Großleinwand unterstrichen den Show-Charakter der Veranstaltung. Erstmals seit Jahren wurde wieder ein Bundesligaspiel live im Fernsehen (DSF) übertragen. Eine Premiere gab es zudem mit der Live-Übertragung des ersten deutschen Basketballspiels im Internet.

In diesem Medium musste der verletzte Frankfurter Spielmacher Kai Nürnberger im Live-Chat mit den Fans die Skyliners-Niederlage erklären. Sein eigenes Fehlen und das des ebenfalls verletzten zweiten Spielmachers Pascal Roller war wohl mitentscheidend für die Niederlage des neu formierten Frankfurter Teams. Vor allem dank des US-Duos Tyron McCoy (31 Punkte) und Derrick Taylor (17) hielten die Gastgeber die Partie lange offen.

Beeindruckend war, wie ein 16:31-Rückstand in die 39:37-Pausenführung umgewandelt wurde. Auch nach dem Wechsel zeigten die Skyliners Kämpfer-Qualitäten, als sie nach 43:54-Rückstand drei Minuten vor Ende mit 77:74 führten. Doch der Ex-Meister behielt im entscheidenden Moment den Überblick. Das Quartett John Best (22), Mike Hansen (18), Steven Hutchinson (14) und Chuck Evans (13) lief auch die Schwächen von der Freiwurf-Linie (nur 65 Prozent Trefferquote) vergessen.

Kai Nürnberger, der nach seiner Knieverletzung in zwei bis drei Wochen wieder am Ball sein will, gab diese Prognose ab: "Wenn Leverkusen mit dem Anspruch angetreten ist, am Thron von Meister Alba Berlin zu rütteln, dann können wir das auch."

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