Sport : Basketballer nähern sich Olympia

Benedikt Voigt

Madrid - Dirk Bauermann feierte das Spielende im Palacio de Deportes wie einen seiner neun Deutschen Meistertitel. Der Basketball-Bundestrainer fiel dem neben ihm stehenden Vizepräsidenten des Deutschen Basketball-Bundes, Wolfgang Hilgert, um den Hals, anschließend hüpfte das Pärchen einige Sekunden lang auf und ab. „Wir freuen uns, dass wir ein schwer zu erreichendes Ziel erreicht haben“, sagte Bauermann anschließend.

Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft in Spanien im Klassifizierungsspiel Slowenien 69:65 (32:21) bezwungen und sich damit die Teilnahme am vorolympischen Qualifikationsturnier im nächsten Jahr gesichert. Heute (16.30 Uhr, live im DSF) spielt sie gegen Kroatien um Platz fünf, die Partie ist jedoch bedeutungslos. Wichtig war der Erfolg über Slowenien, weil er den olympischen Traum der Mannschaft am Leben hält. Dirk Nowitzki mit 28 Punkten und der erstmals überzeugende Demond Greene mit 16 Punkten warfen beim deutschen Team am besten. „Heute war der Wille da, über die persönliche Schmerzgrenze zu gehen“, sagte Bauermann.

Vielleicht freute sich der Bundestrainer auch deshalb so sehr, weil es nicht mehr danach ausgesehen hatte, als könne sich die Mannschaft noch einen der vier Plätze für das Qualifikationsturnier sichern. Deutschland kam gestern zugute, dass die Slowenen 17 Stunden zuvor eine deprimierende Viertelfinalniederlage erlitten hatte. Sie hatten sich eine Führung mit 13 Punkten von Griechenland noch abnehmen lassen. „Wie viel Energie das den Slowenen genommen hat, weiß ich nicht“, sagte Bauermann. In der Zwischenrunde hatte sein Team gegen denselben Gegner 47:77 verloren. Benedikt Voigt

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