Sport : Basso? Erledigt!

Christian Hönicke

It’s done“, hat Lance Armstrong gesagt, auf Deutsch heißt das etwa: Ist erledigt. Der siebenmalige Sieger der Tour de France gebrauchte diese Worte, um den Vertragsabschluss seines früheren Radrenn-Teams Discovery Channel mit dem Italiener Ivan Basso zu verkünden. Done, erledigt – das gilt aber wohl nicht nur für den Fall Basso.

Die Verpflichtung des Giro-Siegers von 2005 ist formaljuristisch nicht zu beanstanden. Ivan Basso gilt weiterhin als unschuldig und hat damit prinzipiell das Recht, an professionellen Radrennen teilzunehmen. Die Gründe dafür sind allerdings wenig entlastend: Weil die spanische Justiz die Verwendung der kompromittierenden Unterlagen verweigert, die sie bei der aufsehenerregenden Operacion Puerto gegen den Arzt und vermeintlichen Dopingdealer Eufemiano Fuentes sichergestellt hat, mussten die Verfahren gegen Basso in Italien eingestellt werden. Die Zweifel an seiner Redlichkeit allerdings hat dies vollständig nicht beseitigt.

Nachdem Ivan Basso in diesem Jahr wegen der Vorwürfe gegen ihn genauso wie Jan Ullrich von der Tour de France ausgeschlossen worden war, hatten sich die großen Rennställe auf einen Ethikcode geeinigt. Des Dopings verdächtigte Fahrer sollten keine Anstellung mehr finden, hieß es da. Lance Armstrong und sein altes Team Discovery Channel haben nun klargemacht, wie weit es mit Codes und Ethik im Radsport her ist. Die Verpflichtung von Ivan Basso ist ein prominentes Zeichen, über dem unübersehbar zwei Worte stehen: Weiter so. Oder auch: It’s done.

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