Sport : Basso von seinem Team suspendiert

Italienischer Profi erneut unter Dopingverdacht

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Berlin - Die Lage für Radprofi Ivan Basso, neben Jan Ullrich ein weiterer, vermeintlicher Dopingkunde des spanischen Arztes Eufemiano Fuentes, wird schwieriger. Basso wurde am Dienstag von seinem Rennstall Discovery Channel suspendiert, nachdem in Spanien weiteres Belastungsmaterial aufgetaucht ist. Außerdem könnte die Staatsanwaltschaft Bergamo schon nächste Woche einen DNS-Test einleiten. Grundlage dazu könnte das in Italien existierende Anti-Doping-Gesetz bieten. Auch Basso hatte sich kürzlich – wie fast alle Pro-Tour- Fahrer – bereit erklärt, „bei Bedarf einen DNS-Test abzugeben“.

Der 29-jährige Giro-Sieger von 2006 aus Italien hatte erst im November unter Protest der anderen Pro-Tour-Mannschaften einen Zwei-Jahres-Vertrag bei Discovery Channel unterschrieben, obwohl er des Dopings verdächtigt wurde. Am 2. Mai muss sich Basso in Rom erneut der Anti-Doping-Agentur des Nationalen Olympischen Komitees Coni stellen. Basso, der wegen erster Indizien wie Ullrich am Tour-Start 2006 gehindert wurde, ist seit Februar wieder im Rennbetrieb. Über einen DNS-Vergleich war Ullrich nachgewiesen worden, dass die neun bei Fuentes gelagerten und ihm zugerechneten Blutbeutel das Blut des Toursiegers von 1997 enthielten. „Aus Spanien bricht ein neuer Sturm über Basso herein“, hieß es in der “Gazzetta dello Sport“, die auf die Veröffentlichungen der spanischen Zeitung „Interviu“ reagierte. Das Wochenblatt hatte berichtet, Kalender mit Bassos Blutentnahme- und Blutzufuhr-Terminen bei Fuentes seien aufgetaucht. Außerdem sollen zwischen 2004 und 2006 für Dopingmittel und gefrorenes Blut insgesamt 111 000 Euro über ein Züricher Konto geflossen sein. Basso soll eine Blutuntersuchung im November 2005 bei dem Fuentes-Komplizen Merino Batres in Madrid vorgenommen haben.

Bislang hatte Ivan Basso – wie Jan Ullrich – immer bestritten, in Madrid gewesen zu sein und Fuentes überhaupt zu kennen. dpa

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