Sport : Baumann für Wörns

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Troisdorf. Die Absage kam am Donnerstagnachmittag. Christian Wörns fliegt nicht mit zur Fußball-WM in Südkorea und Japan. Wegen der Knieverletzung des Dortmunder Abwehrspielers entschied sich Teamchef Rudi Völler gegen eine Teilnahme von Wörns. Für ihn rückt der Bremer Frank Baumann in das 23-köpfige Aufgebot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Damit fällt nach Jens Nowotny bereits der zweite deutsche Innenverteidiger für die WM aus. „Ich habe immer gehofft, dass es mit der WM klappt. Trotzdem ist es schade, dass es nun auf Kosten von Christian Wörns geht. Für ihn tut es mir leid“, sagte Frank Baumann.

Wörns war am Samstag in Straubing am Meniskus des linken Knies operiert worden. Nach Meinung der Ärzte ist der Heilungsprozess noch nicht weit genug fortgeschritten, um eine erfolgreiche Endrunden-Teilnahme zu ermöglichen. „Wir mussten schweren Herzens einsehen, dass er nicht rechtzeitig fit wird und deshalb diese Entscheidung treffen“, sagte Völler.

Völler hatte vorausahnend Michael Skibbe für den obligatorischen PR-Termin abgestellt. Der wurde vor einer kleinen Schule in Troisdorf von etwa 80 kreischenden Schülern empfangen, als wäre er ein Popstar. Die kleinen Fans störte es nicht einmal, dass sie ihren Favoriten Rudi Völler nicht zu Gesicht bekamen.

Skibbe freute sich „sehr über die Leistung von Bayer in Glasgow“, sprach von „hervorragender Präsentation“, die „keinen psychologischen Knacks" befürchten lasse. Den Substanzverlust der Leverkusener sprach der Bundestrainer nur indirekt an. Angesichts der enormen Belastungen sei es „eher unwahrscheinlich“, dass die Leverkusener am Samstag gegen Österreich zu langen Einsätzen kämen, „sie benötigen eher Ruhe". So ist die deutsche Mannschaft, bedingt durch das erfolgreiche Abschneiden Dortmunds und Leverkusens im Europapokal, darauf angewiesen, die eigentliche WM-Formation in den letzten Tagen in Japan „im Training zu simulieren". Erik Eggers

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