Sport : Bayer Leverkusen: Genießen nach dem Katastrophenjahr

Bei Bayer Leverkusen keimt wieder Hoffnung auf neue Höhenflüge. Zwei Siege, die Optimalausbeute von sechs Punkten, dazu 5:1 Tore. Es scheint, als habe Bayer das Cristoph-Daum- und Berti-Vogts-Trauma verdrängt. "Wir waren optimistischer als die Experten. Wir haben uns sehr gut, auch mit vielen Nationalspielern verstärkt. In der Mannschaft steckt Substanz", urteilte Bayer Leverkusens Manager Reiner Calmund nach dem 3:0-Sieg bei Hansa Rostock.

Zum Thema Bundesliga aktuell: Ergebnisse und Tabellen
Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de
Online-Umfrage: Gucken Sie Bundesliga zukünftig lieber auf Premiere? Groß war die Freude über den souveränen Auftritt und den ersten Sieg nach zuvor fünf sieglosen Spielen in Folge gegen die Mecklenburger. "Wir wollten von der ersten Minute an eine Entscheidung zu unseren Gunsten erzwingen", sagte Leverkusens Trainer Klaus Toppmöller. Diesen Willen untermauerte die Mannschaft, der Calmund in der Vorsaison trotz des vierten Platzes ein "Katastrophenjahr" bescheinigt hatte. Mit schnellem Kombinationsspiel überrumpelte Bayer die Rostocker immer wieder. Nach dem frühen Führungstor durch Bastürk beherrschte Bayer das Geschehen fast nach Belieben. Weitere Tore durch Kirsten und Neuzugang Sebescen sorgten für einen auch in dieser Höhe verdienten Erfolg.

Unzweifelhafter Gewinner nach dem optimalen Start ist Toppmöller. "Er bringt viel Spaß ins Training, verlangt aber trotzdem Disziplin" - so beschrieb Yildiray Bastürk die Stärken seines neuen und alten Chefs. Der Türke gilt als Ziehsohn Toppmöllers. Bastürk hatte unter dem einstigen Bundesliga-Torjäger schon beim VfL Bochum trainiert. Kapitän Jens Nowotny sieht bei dem neuen Mann auf dem Trainerstuhl gar eine gelungene Synthese zwischen dessen Vorgängern. "Er verbindet Lockerheit und Disziplin. Jede Aussage hat Gewicht, und Disziplin ist das höchste Gebot", sagte Nowotny.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben