Bayer Leverkusen : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

Trainer Skibbe musste gehen, und der neue Coach Bruno Labbadia hat die Grundformation bei Bayer Leverkusen geändert. Toll anzusehen ist das Spiel der Mannschaft auf jeden Fall.

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Am Ende ist ihnen die Luft ausgegangen, aber Bayer Leverkusen war schon in der vergangenen Saison die wohl spielstärkste Mannschaft der Bundesliga. Es machte eigentlich immer Spaß zuzusehen, wie das Team von Michael Skibbe schnell und passsicher nach vorne spielte. Die Abwehr war das zweitwichtigste, wenn eine offensive Dreierreihe im Mittelfeld den zentralen Stürmer anspielte oder selbst nach vorne stieß. Bayer gewann so den Bundesliga-Schönheitspreis – und qualifizierte sich nicht für den internationalen Wettbewerb.

Trainer Skibbe musste gehen, und der neue Coach Bruno Labbadia hat die Grundformation in bemerkenswerter Weise geändert. Stefan Kießling ist aus der rechten offensiven Mittelfeldposition als zweiter Stürmer nach vorne gegangen. Und Arturo Vidal (Bild), der sonst mit Simon Rolfes im defensiven Mittelfeld spielte, wechselte ins zentrale offensive Mittelfeld. Dort soll das große Talent in dieser Saison den Durchbruch schaffen, ebenso wie der neue Brasilianer Renato Augusto. So sind die offensiven Leverkusener noch offensiver geworden, Rolfes muss jetzt im 4-1-3-2-System im defensiven Mittelfeld alleine verteidigen. Vidal lässt sich eher selten zurückfallen, obwohl er auch in der Defensive Stärken besitzt. Dort hat Bayer bei der Niederlage gegen Dortmund große Probleme gehabt, Fehler darf man sich in diesem System nicht erlauben. Grundsätzlich entscheidend für den Erfolg der sehr mutigen Taktik ist, dass die offensiven Mittelfeldspieler im richtigen Moment in der Zone zwischen dem eigenen Strafraum und der Mittellinie präsent sind. Sonst wird es dabei bleiben, dass Leverkusen jetzt schöner als schön spielt. Egal – toll anzusehen ist es auf jeden Fall.

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