Sport : Bayer weiter

Leverkusen schlägt Olympiakos Piräus 2:0

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Leverkusen (dpa). Bayer Leverkusen hat die Schmach von Piräus getilgt und ist als erstes deutsches Team in die Zwischenrunde der Champions League eingezogen. Dank des verdienten 2:0 (1:0)Erfolges über Olympiakos Piräus stockte der deutsche Vizemeister sein Konto in der Gruppe F auf 9 Punkte auf und kann von Verfolger Maccabi Haifa (6) wegen des gewonnenen Vergleichs nicht mehr abgefangen werden. Vor 22 500 Zuschauern in der ausverkauften Bayarena trafen Juan und Bernd Schneider mit einem Foulelfmeter in der Schlussminute für Bayer 04. Die Leverkusener erreichten damit zum dritten Mal die zweite Runde der Champions League. Piräus, das Leverkusen im Hinspiel noch mit 6:2 abgefertigt hatte, wartet weiter auf den ersten Sieg auf deutschem Boden.

Im laut Trainer Klaus Toppmöller „wichtigsten Spiel des Jahres“ musste Bayer ohne Carsten Ramelow (Magen- und Darmgrippe) auskommen. Doch auch ohne ihren Kapitän setzten die Leverkusener die Gäste, die nach einem vierwöchigen Streik in ihrer Liga erst wieder zwei Pflichtspiele absolviert hatten, anfangs unter Druck. Und sie hatten Glück, dass gleich der erste gefährliche Schuss sein Ziel fand: Juan traf mit einem leicht abgefälschten 20-Meter-Heber über den zu weit vor seinem Tor stehenden Dimitrios Eleftheropoulos. Es war der dritte Treffer in Folge für den brasilianischen Abwehrspieler.

Bayer blieb gegen die erst allmählich aufwachenden Griechen, die durch Paraskevas Antzas Kopfball (30.) in der ersten Hälfte nur einmal für Gefahr vor dem Tor von Jörg Butt sorgten, aber nicht genug am Drücker. Erneut wurden die Schwächen der Hausherren im Offensiv-Spiel deutlich. Und als Balitsch einmal frei durch war und nur per Foul von Dracena gestoppt werden konnte, verweigerte der italienische Schiedsrichter Alfredo Trentalange den Gastgebern den fälligen Strafstoß (36.). Balitsch hatte kurz darauf die Gelegenheit zum 2:0, doch er köpfte knapp am Tor vorbei.

Nach dem Wechsel erwartete Bayer angriffslustigere Gegner und vertraute im eigenen Stadion auf Konter. Erst setzte sich Balitsch (50.) mit einem Fernschuss gut in Szene, dann traf Dimitar Berbatow (57.) freistehend die Latte und Yildiray Bastürk (61.) zwang Eleftheropoulos mit einem Volleyschuss zu einer Glanzparade.

Gegen die biederen Griechen boten sich dem eingewechselten Jan Simak (70. und 80.) die nächsten Einschussmöglichkeiten, doch er verzog beide Male. Durch das großzügige Auslassen der Torchancen mussten die Gastgeber fast bis zum Schluss um den ebenso nötigen wie leistungsgerechten Heimsieg zittern, der jedoch von den im Angriff viel zu einfallslosen Olympiakos-Akteuren nicht mehr ernsthaft in Gefahr gebracht wurde. Im Gegenteil: Schneider behielt beim Elfmeter in der Schlussminute die Nerven und erlöste damit seine Mitspieler, seinen Trainer und die Leverkusener Fans.

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