Bayern - Bremen : Fertig gegen unfertig

Kein Duell wie sonst: Der FC Bayern und Werder Bremen gehen sehr unterschiedlich ins Spitzenspiel des dritten Spieltags. Während die Bayern als einziger Verein der Liga keine neuen Spieler verpflichtet haben, haben die Bremer bis zuletzt auf die Freigabe des Brasilianers Wesley gewartet.

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Ich grüße Sie. Der Brasilianer Wesley steht vor seinem Debüt für Werder.
Ich grüße Sie. Der Brasilianer Wesley steht vor seinem Debüt für Werder.Foto: dpa

Jetzt beginnt die Bundesliga richtig. Die Punkte von den ersten beiden Spieltagen zählen auch, aber da war das Transferfenster noch nicht geschlossen. Viele Mannschaften haben erst zu diesem Termin ihre Kader komplettiert und bislang nur eine erste Ahnung von ihrer Wettbewerbsfähigkeit. „Jetzt weiß man, was jeder Mannschaft zur Verfügung steht, die Fakten sind klar. Jetzt kann es losgehen“, sagt Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf. Aber seine Mannschaft ist noch unfertig, auch der zweite Saisonstart kommt eigentlich noch ungelegen.

Drei entscheidende Spieler fehlen. Innenverteidiger Naldo hat seit längerem eine Verletzung namens Knieprobleme, sein Nebenmann Per Mertesacker seit dem Länderspiel einen Augen- und Kieferhöhlenbruch. So kommt es in der Defensive gleich auf einen Neuen an, den erfahrenen Franzosen Mikaël Silvestre. Vorne fällt Claudio Pizarro aus, hier hoffen die Bremer darauf, dass Marko Arnautovic zeigt, was er bereits angedeutet hat. Auch die dritte Bremer Hoffnung ist eine neue: Der Brasilianer Wesley ist nun spielberechtigt, im Training überzeugte er.

Ganz anders sieht es bei den Münchnern aus. Trainer Louis van Gaal muss sich mit solchen Fragen wie der herumquälen, ob er Miroslav Klose oder lieber Ivica Olic stürmen lässt. Der FC Bayern hat es als einziger Verein der Bundesliga nicht für nötig befunden, Geld für neue Spieler auszugeben, der Kader ist eingespielt. Bei der Niederlage in Kaiserslautern hatten die Münchner 72 Prozent Ballbesitz, beim Sieg gegen Wolfsburg in der Woche zuvor 68 Prozent. Die Ausgangslage lässt also eher den ersten Heimsieg der Münchner gegen Werder seit fünf Jahren erwarten und ein ähnliches Spiel wie beim 4:0 der Münchner im DFB-Pokalfinale im Mai.

Die Bayern betrachten das Spiel nur als Teil eins der gesamten Woche mit den anderen Heimspielen in der Champions League gegen AS Rom und in der Liga gegen Köln. So gibt es ein Spitzenspiel mit klarem Favorit und eindeutigem Außenseiter. Der frühere Bremer Klose warnt aber: „Als wir früher viele Ausfälle in Bremen hatten, haben wir immer gut gespielt. Ich kenne den Trainer Thomas Schaaf, der zaubert immer etwas aus dem Hut.“ Fragt sich nur, was.

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