Bayern - Mainz : FSV geht unter

Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München hat Bundesliga-Schlusslicht FSV Mainz eine böse Bescherung bereitet. Den Bayern reichte der Schongang, um die über weite Strecken leblose FSV-Truppe klar zu bezwingen.

Mainz - Am Ende stand die Mannschaft von Trainer Felix Magath mit einem satten 4:0 (2:0) da. Vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion waren Hasan Salihamidzic (31.) und Top-Torschütze Roy Makaay (45.+1) mit seinem neunten Meisterschaftstreffer vor der Pause zur Stelle. Nach dem Seitenwechsel erhöhten Claudio Pizzaro (64.) und Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (66.). Die Mainzer warten nun seit dem ersten Spieltag am 12. August auf einen Sieg, mit nur elf Zählern weisen sie die schlechteste Hinserie einer Bundesliga-Mannschaft seit fünf Jahren auf. Damals kam der FC St. Pauli auf lediglich acht Zähler und stieg am Ende ab.

Von einem "Jahresendspiel" und einer "deutlichen Zäsur" hatte FSV-Manager Christian Heidel vor dem Duell David gegen Goliath gesprochen, das in der vergangenen Saison mit 2:2 in Mainz endete. Entsprechend motiviert und beherzt gingen die Gastgeber anfangs auch zur Sache. Doch gegen die zuerst reichlich unterkühlt wirkende Bayern-Elf reichte das nicht. Zumal die wenigen Chancen nicht genutzt wurden. So scheiterte Imre Szabics binnen 120 Sekunden (6. und 8. Minute) zwei Mal an Manndecker Daniel van Buyten und einmal an Außenverteidiger Willy Sagnol.

Ihr Können aufblitzen ließen die Bayern erst nach einer guten Viertelstunde. Nach einer schnellen Kombination, angefangen von Mark van Bommel, mit der Hacke weitergeleitet von Makaay, zielte Pizzaro aber zu ungenau. Besser machte es Salihamidzic nach einer Ecke von Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. Per Kopf traf "Brazzo" aus kurzer Distanz zu seinem zweiten Saisontor. Der schon vor einer Woche beim 1:1 in Mönchengladbach unglücklich agierende FSV-Keeper Christian Wetklo wirkte erneut indisponiert.

Hilflos wirkende Mainzer

Mit der 1:0-Führung im Rücken ging die Rechnung der Bayern auf. Mit Einzelaktionen allein konnten die hilflos wirkenden Mainzer von Trainer Jürgen Klopp die Gäste nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Stattdessen erhöhte Makaay mit seinem neunten Saisontor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Nationalspieler Manuel Friedrich ließ den Niederländer bei dessen sehenswertem Drehschuss ungestört gewähren.

Nach der Pause plätscherte die Partie erst einmal vor sich hin. Die Bayern, die am Mittwoch im DFB-Pokal bei Alemannia Aachen antreten müssen, schonten sich. Dennoch reichte es für weitere Treffer wie den sechsten in dieser Spielzeit von Pizzaro. 120 Sekunden darauf gelang Schweinsteiger mit einem herrlichen Distanzschuss der schönste Treffer in der einseitigen Partie. Der eingewechselte Roque Santa Cruz traf vier Minuten vor dem Ende den Pfosten. Die Mainzer offenbarten indes, dass sie in ihrem dritten Bundesliga-Jahr dem Abstieg wohl nichts entgegenzusetzen haben. (Von Jens Marx, dpa)

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