Bayern-Manager Hoeneß : "Klinsmann ist zu engagiert"

Nach Meinung von Uli Hoeneß schläft Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann nicht genug. Der Manager riet ihm deshalb, sich mal zu entspannen. Rom sei ja schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden.

Hoeneß, Klinsmann
Uli Hoeneß (r.) gibt Jürgen Klinsmann gute Ratschläge. -Foto: ddp

MünchenManager Uli Hoeneß hat Jürgen Klinsmann empfohlen, den Arbeitseinsatz beim deutschen Rekordmeister Bayern München etwas zu reduzieren und auch einmal durchzuschnaufen. "Er ist zu engagiert. Er will alles auf einmal schaffen. Ich sag' ihm immer: Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden", verriet Hoeneß am Montagabend im Bayerischen Fernsehen seinen freundschaftlichen Rat an den Bayern-Coach.

Klinsmann sei ein sehr dynamischer, engagierter Trainer, "der eher zu viel als zu wenig macht", ergänzte der Manager. "Ich hab ihm geraten, mal ein, zwei Stunden weniger an der Säbener Straße zu sein. Er ist ja jeden Sonntag auch um 8 Uhr hier. Da hab ich ihm kürzlich gesagt, da wäre es besser, noch zwei Stunden zu schlafen."

"Bayern wird Herbstmeister"

Hoeneß ist trotz des elften Tabellenrangs in der Bundesliga vom Erfolg des Projekts Klinsmann überzeugt. "Wenn er das alles ein bisschen beherzigt, werden wir gemeinsam noch viel Spaß haben", sagte Hoeneß, der den Rückstand von fünf Punkten auf Spitzenreiter Hamburger SV noch in diesem Jahr aufholen will. "Ich bin mal ziemlich aggressiv. Ich bin der Meinung, Bayern wird Herbstmeister und dann hat sich vieles erledigt."

Der Manager mahnte indes, dem immer köchelnden Thema Lukas Podolski, dessen Status als Stürmer Nummer 3 hinter Luca Toni und Miroslav Klose Trainer Klinsmann erst kürzlich zementiert hatte, zu große Bedeutung beizumessen. "Wir müssen aufhören, das Thema Podolski in den Vordergrund zu schieben", sagte Hoeneß. "Er hat einen wesentlichen Beitrag zu dem Erfolg in Karlsruhe geleistet." Podolski gehöre zu einem Kader von 18 Leuten, in dem alle erste Klasse sind.

Noch am Montag hatte Klinsmann die schwierige Situation des Nationalstürmers betont. "Lukas hat das Pech, dass er Luca Toni und Miro Klose vor sich hat", sagte der Coach. "Deswegen hat er bei der Nationalmannschaft mehr die Möglichkeit, sich zum Ausdruck zu bringen." (sg/dpa)

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