Bayern München : Geht Hitzfeld nach der EM in die Schweiz?

Der Vertrag des Erfolgstrainers läuft am Saisonende bei den Bayern aus, der Posten des Cheftrainers bei der Schweizer Nationalmannschaft scheint reizvoll. Und so blühen die Spekulationen über Ottmar Hitzfelds Zukunft. Erster Ansprechpartner sollen aber die Bayern sein.

Hitzfeld
Geht er oder bleibt er? Ottmar Hitzfelds Vertrag bei den Bayern läuft 2008 aus. -Foto: AFP

MünchenBei der Entscheidung über seine Zukunft als Trainer ist der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München für Ottmar Hitzfeld die erste Option. "Die erste Anlaufstation ist natürlich Bayern München, und dann sieht man weiter", sagte Hitzfeld in der Sendung "Blickpunkt Sport". Der 58-Jährige, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, hatte den FC Bayern am 1. Februar vom entlassenen Felix Magath übernommen. Hitzfeld hatte sich am Wochenende in einem Interview für den Trainerposten bei der "Schweizer Fußball-Nati" ins Gespräch gebracht und damit Spekulationen über seine weitere Karriere angeheizt.

"Klar, erstens läuft mein Vertrag aus bei Bayern, und ich habe ja 17 Jahre in der Schweiz gespielt und war Trainer dort", bestätigte Hitzfeld auch im Bayerischen Fernsehen Gedankenspiele. Nach der Europameisterschaft nächstes Jahr in der Schweiz und Österreich will der Schweizerische Fußballverband (SFV) den Posten des ausscheidenden Auswahltrainers Köbi Kuhn neu besetzen.

Hitzfeld lässt sich Zeit

Der zweimalige Champions-League-Gewinner Hitzfeld, der nach dem Ende seiner ersten Bayern-Amtszeit 2004 ausgelaugt eine "lebensnotwendige" Auszeit genommen hatte, will sich bei seinen weiteren Plänen nicht frühzeitig festlegen. Auch weil er genau auf seine persönliche Befindlichkeit Acht geben möchte. "Mal schauen, wie es weiter geht im Winter. Ich werde mit dem FC Bayern zuerst mal sprechen. Wann das ist, werden wir wahrscheinlich geheim halten", sagte Hitzfeld, der als ersten Gesprächszeitpunkt großzügig den Zeitraum "vielleicht zwischen Dezember und März oder früher" benannte.

Ob sein aktuelles Bayern-Team um Franck Ribéry und Luca Toni, das mit attraktivem Fußball in der Bundesliga auftrumpft, seine bislang beste Mannschaft ist, wollte Hitzfeld nicht endgültig bewerten. "Oberflächlich betrachtet könnte man sagen, ja sie spielt den besten Fußball, wir haben die besten Einzelspieler. Aber wir müssen auch die beste Mannschaft sein. Abgerechnet wird immer Ende der Saison mit Titeln", sagte Hitzfeld, der mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund je ein Mal die Champions League gewann. (mit dpa)

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