Bayern München : Geht Luca Toni nach Italien zurück?

Der AC Mailand sucht Ersatz für den verletzten Superstar Ronaldo. Luca Toni vom FC Bayern München steht auf der Wunschliste angeblich ganz oben. Und es gibt noch mehr Wirbel beim deutschen Rekordmeister.

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Luca Toni ist ein Torgarant bei den Bayern. -Foto: dpa

Ein Hauch von Hollywood umgibt wieder einmal den FC Bayern München. Die Gründe sind Spekulationen um Luca Toni und Ärger um die Zeitungskolumnen von "Kaiser" Franz Beckenbauer.

Nach dem Hattrick des italienischen Stürmerstars Toni am Sonntag in Hannover (3:0) berichtet die Turiner Sporttageszeitung Tuttosport, dass sich Champions-League-Sieger AC Mailand angeblich um den Torjäger des deutschen Rekordmeisters bemühen will. Das Blatt will sogar erfahren haben, dass Toni Interesse an einer Rückkehr in sein Heimatland hat. Milan sucht Ersatz für Ronaldo, der wegen einer gerissenen Patellasehne mindestens zehn Monate lang pausieren muss.

Auch Sagnol stichelt gegen den "Kaiser"

Abseits der neuerlichen Spekulationen um den derzeit erfolgreichsten Bundesliga-Torjäger mehren sich die kritischen Stimmen unter den Bayern-Spielern an Präsident Franz Beckenbauer. Nach Nationalspieler Philipp Lahm hat nun auch Rechtsverteidiger Willy Sagnol gegen den "Kaiser" gestichelt.

"Das war schon viel besser in Hannover. Ich bin zehnmal über die Mittellinie gegangen. Ich hoffe, dass dies den Kolumnisten gefreut hat", sagt der Franzose und spielt damit auf Beckenbauers Kritik ("Die Mannschaft schleppt Sagnol mit") in der "Sport Bild" an.

"Zwei Beckenbauers"

Sagnol erklärt, dass er am Montag ein sehr interessantes Interview gelesen hat, "in dem jemand gesagt hat, dass es zwei Beckenbauers gibt. Eben den Präsidenten und den Kolumnisten". Er bezieht sich dabei auf das Lahm-Interview im Sportmagazin "Kicker" und fügt hinzu: "Ich glaube nicht, dass Franz Beckenbauer in seiner Karriere einmal ein Jahr verletzt war, sonst hätte er anders reagiert." Er hat in seinen 13 Profi-Jahren viele Spieler gesehen, die noch zwei, drei Monate nach einer so langen Verletzungspause Probleme gehabt haben. "Ich habe jetzt vier Spiele gemacht. Ich weiß, dass ich noch ein bisschen Zeit brauche. Aber ich hoffe, dass ich bald wieder der Alte bin", sagt Sagnol.

Mark van Bommel nimmt ebenfalls Stellung zu den Beckenbauer-Kolumnen: "Beckenbauer ist Präsident und Kolumnist. Wenn er in seiner Kolumne sagen würde, alles ist super, dann liest die doch keiner." Zugleich stärkt der Mittelfeldspieler Miroslav Klose den Rücken. "Jeder redet über Luca Toni. Natürlich sind seine drei Tore Weltklasse, aber was Miro geleistet hat, ist für die Mannschaft fast noch wichtiger. Es tut mir leid, wenn er so ein Spiel macht, aber von der Presse auf die Fresse bekommt", erkärt der Niederländer. (smz/sid)

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