Bayern München : Löw nimmt Bankdrücker Podolski in Schutz

"Poldi" und "Schweini" glänzen in München immer häufiger als Bankdrücker. Bayern-Boss Rummenigge nannte Podolski öffentlich "faul". Bundestrainer Löw kann dem nicht zustimmen.

Poldi
Bankdrücker. Gegen Leverkusen wurde Lukas Podolski nicht eingewechselt. -Foto: ddp

München Bundestrainer Joachim Löw hat nach der Kritik der Verantwortlichen des FC Bayern München an Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger Position für seine beiden Fußball-Nationalspieler bezogen. Die Ansicht von Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge, dass ein "allgemeines Beweihräuchern" der Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft mitverantwortlich für die Formschwankungen der beiden Münchner Jungstars sei, wies Löw im Fachmagazin "kicker" sogar ausdrücklich zurück: "Ich glaube, es ist eine exklusive Meinung, die er da vertritt. Die Begeisterung über die Nationalmannschaft führt bei uns nicht zu Selbstüberschätzung."

Löw bescheinigt Podolski und Schweinsteiger ausdrücklich eine "absolut realistische Selbsteinschätzung". Die sportliche Leitung der Nationalmannschaft erkenne bei beiden Spielern "den absoluten Willen, sich zu verbessern. Sonst gäbe es auch bei uns Probleme", betonte Löw. Großes Lob, wie es zuletzt Schweinsteiger nach dem 2:0-Sieg in Wales erhalten hatte, sei nicht zu Unrecht erfolgt.

Verbesserungsbedarf bei Podolski

Der Bundestrainer gab Bayern-Manager Uli Hoeneß allerdings indirekt Recht bei dessen Kritik, dass Podolski seine Spielweise verbessern müsse. Besonders die Laufbereitschaft des 22 Jahre alten Angreifers sei ausbaufähig. "An diesem Punkt arbeiten auch wir besonders mit ihm: Er muss weiterhin lernen, die richtigen und notwendigen Laufwege zu machen, auch ohne Ball. Da muss er aktiver sein, auch fünf Mal vergeblich laufen", sagte Löw, der allerdings deutlich hinzufügte: "Aber die Deutung, er sei zu faul, kann ich nicht teilen".

Darüber hinaus verweist der DFB-Chefcoach darauf, dass Podolski beim FC Bayern namhafte Konkurrenz im Sturm habe. "Klose und Toni vor sich zu haben, heißt nicht, dass mit Lukas grundsätzlich etwas nicht stimmt", bemerkte der Bundestrainer. (mit dpa)

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