Sport : Bayern München tritt in Valencia in Bestbesetzung an

Klaus Bergmann

Trotz kleinerer Nachbeben im "Fall Basler" ist beim FC Bayern München wieder Ruhe eingekehrt, die unter keinen Umständen durch eine sportliche Pleite in der Champions League erneut schwer erschüttert werden soll. "Es geht noch nicht um Alles oder Nichts, aber unser Ziel muss ein Sieg sein", lautet die Marschroute von Trainer Ottmar Hitzfeld für die Partie bei Tabellenführer FC Valencia (Aufzeichnung 23 Uhr bei tm 3).

Was mit dem suspendierten Mario Basler geschieht, war gestern schon beim Charter-Flug nach Spanien nicht mehr Thema Nummer eins für Trainer und Spieler. "Für uns ist das abgehakt. Wir Spieler haben Wichtigeres zu tun. Es kommen entscheidende Wochen auf uns zu", sagte Kapitän Stefan Effenberg vor dem Start. Manager Uli Hoeneß wollte die Reise nach Spanien eigentlich mit einem Verkaufsgespräch mit Atletico Madrid über den Fußball-Artikel Basler verknüpfen. Doch daraus wird angeblich nichts. "Der Termin wurde von der anderen Seite abgesagt", ließ der Manager wissen. Hoeneß geht trotdem davon aus, "dass der Mario vernünftig genug ist, sich mit uns zu arrangieren" und spätestens "bis Weihnachten" ganz weg ist.

Im Zirkus um Basler ging es ein wenig unter, wie sehr das Münchner Selbstbewusstsein durch den 3:1-Sieg am Sonnabend gegen Hertha BSC gewachsen ist. "Die Leistung gegen Hertha hat uns Stärke zurückgebracht", meinte Stefan Effenberg. "Die Formkurve zeigt eindeutig nach oben", sagte auch Giovane Elber, der dafür eine einfache Erklärung hat: "Uns steht das Wasser zur Zeit bis zum Hals, da muss man einfach besser spielen."

Um auch in der Königsklasse im Dreikampf mit dem punktgleichen Spitzenreiter Valencia (5 Zähler) und den Glasgow Rangers (4), die heute den PSV Eindhoven (1) empfangen, nicht entscheidende Punkte einzubüßen, schaltet Trainer Hitzfeld die Rotationsmaschine ausnahmsweise ab: "Wir hatten genügend Zeit zu regenerieren. Ich will in Valencia mit dem Stamm spielen." Der Trainer kann voraussichtlich auch auf Nationalspieler Markus Babbel zählen, der sich gegen Hertha eine Oberschenkel-Prellung zugezogen hatte, gestern aber trotz eines schmerzhaften Blutergusses mit nach Spanien flog und sich zuversichtlich zeigte. Ein Fitness-Nachweis im Abschlusstraining am Abend sollte entscheidend sein. "Wenn ich vernünftig trainieren kann, dann werde ich auch spielen", sagte der Nationalspieler.

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