Bayern München : Vogts empfiehlt Verpflichtung von Zidane

Der FC Bayern München soll nach Ansicht von Ex-Bundestrainer Berti Vogts den zurückgetretenen französischen Superstar Zinedine Zidane verpflichten. Die Bundesliga würde mit Zidane gewinnen.

Hamburg - "Ich könnte mir Zidane prima noch für eine Saison in der Bundesliga vorstellen - auch wenn er schon 34 ist", schrieb Vogts in einem Beitrag für die "TV Movie". "Der FC Bayern könnte ihn doch zu einem Comeback überreden", fügte der 59-Jährige hinzu. Ballacks Abgang zum FC Chelsea sei ein enormer Verlust für den deutschen Rekordmeister und Zidane habe während der Weltmeisterschaft auf Ballacks Position im Mittelfeld geglänzt.

Von einem Engagement Zidanes beim FC Bayern profitieren laut Vogts alles Seiten: "Die Bayern mit einem Super-Spieler; 'Zizou', weil er nicht mit dem unrühmlichen Kopfstoß gegen Marco Materazzi von der Bühne abtreten müsste - und die Bundesliga, weil sie um eine Attraktion reicher wäre." Allerdings würde Vogts den Weltmeister von 1998 nur bei Heimspielen einsetzen, da er auswärts viel zu hart attackiert werde.

Bayern ist Meisterschaftsfavorit

Zidane, der bereits vor der WM sein Karriereende angekündigt hatte, führte die französische Nationalelf nach Berlin ins Finale gegen Italien (4:6 n.E.). In der Nachspielzeit versetzte er seinem Gegenspieler Materazzi, der ihn zuvor provoziert hatte, einen Kopfstoß und sah daraufhin die Rote Karte. Frankreich verlor das Endspiel schließlich im Elfmeterschießen.

Vogts sieht die Münchner allerdings auch ohne Zidane als Titelfavorit für die am Freitag mit dem Spiel der Bayern gegen Borussia Dortmund beginnende Meisterschaftsrunde. Allerdings stehe das Team von Trainer Felix Magath vor einer harten Hinrunde, da viele WM-Spieler nach dem Turnier erfahrungsgemäß in ein Leistungsloch fielen. Mit diesem Phänomen werde auch Vizemeister Werder Bremen zu kämpfen haben, daher könne im Herbst die Stunde der Verfolger schlagen. "Das sind in erster Linie Schalke, der Hamburger SV - und Borussia Dortmund, mein Geheimjäger", betonte Vogts. (tso/ddp)

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