Sport : Bayern Münchens Europapokalsiege: Große Siege, grandioses Scheitern

1969/70, 1. Runde

Die Bayern scheitern schon in der ersten Runde - 2:0 und 0:3 gegen St. Etienne.

1972/73, Viertelfinale

Zunächst werden Galatasaray Istanbul (1:1, 6:0) und dann auch noch Omonia Nikosia (9:0, 4:0) geschlagen, im Viertelfinale scheitern die Bayern an Ajax Amsterdam (0:4, 2:1).

1973/74, Sieger

Zunächst tun sich die Münchner schwer, setzen sich gegen Atvidaberg FF erst im Elfmeterschießen durch. Es folgen legendäre Spiele gegen Dynamo Dresden (4:3, 3:3). Sofia und Budapest werden klarer bezwungen. Im Finale gegen Atletico Madrid erzwingt das 1:1 durch Schwarzenbeck in der 119. Minute ein Wiederholungsspiel. Das gewinnen die Bayern mit 4:0.

1974/75, Sieger

In der ersten Runde kriegt es der FC Bayern gleich mit dem Europapokalsieger der Pokalsieger des Vorjahres zu tun: Der 1. FC Magdeburg wird bezwungen. Danach auch Erewan und St. Etienne. Im Finale schlagen die Bayern in Paris Leeds United mit 2:0.

1975/76, Sieger

Der dritte Streich. Die Bayern schalten Esch, Malmö, Benfica Lissabon und Real Madrid aus. Im Finale in Glasgow schießt Roth die Münchner zum 1:0-Sieg über St. Etienne.

1976/77, Viertelfinale

Aus im Viertelfinale nach einem 1:0 über Dynamo Kiew und einem 0:2 im Rückspiel. Vorausgegangen waren Siege über Köge BK und Banik Ostrau.

1980/81, Halbfinale

Nach Siegen über Olympiakos Piräus, Ajax Amsterdam mit einem grandiosen 5:1 im Hinspiel und Banik Ostrau scheitert der FC Bayern am FC Liverpool (0:0, 1:1).

1981/82, Finale

In Rotterdam unterliegen die Münchner am 26. Mai im Finale nach einem Tor in der 67. Minute von Withe Aston Villa 0:1. Dabei hatte der Wettbewerb gut angefangen. In der ersten Runde wurde Östers Växjö ausgeschaltet, im Achtelfinale sogar Benfica Lissabon. Im Viertelfinale siegten die Bayern 2:0 und 1:1 über Universitatea Craiova und im Halbfinale mit 3:4 und 4:0 gegen ZSKA Sofia.

1985/86, Viertelfinale

Der Wettbewerb erschien leichter geworden zu sein, da die englischen Mannschaften wegen der Katastrophe 1985 im Brüsseler Heyselstadion ausgeschlossen waren. Gornik Zabrze stellte keine hohen Ansprüche. Schwieriger wurde es im Achtelfinale gegen Austria Wien. Dem 4:2 folgte ein 3:3. Am RSC Anderlecht scheiterten die Bayern (2:1, 0:2).

1986/87, Finale

Wieder ein vergeblicher finaler Anlauf. Die Bayern hatten sich nach Siegen über Eindhoven, Austria Wien, Anderlecht und sogar Real Madrid qualifiziert.

Am 27. Mai in Wien war der FC Porto der Gegner, ein klarer Außenseiter. 58 000 Zuschauer waren im Praterstadion mehrheitlich auf Münchner Seite, Kögl köpfte das 1:0. Der Favorit wankte, dann kam in der 78. Minute der Algerier Madjer und trickste mit der Hacke den Ball zum Ausgleich ins Tor. Zwei Minuten später schaffte der Brasilianer Juary nach Vorarbeit von Madjer den Siegtreffer für Porto. Trainer Lattek sprach von der "bittersten Niederlage meines Lebens".

1987/88, Viertelfinale

Diesmal war im Viertelfinale Schluss. Die Bayern hatten sich zuvor gegen Sredec Sofia durchgesetzt, Xamax Neuchatel ausgeschaltet, scheiterten aber in Runde drei mit 3:2 und 0:2 an Real Madrid mit dem überragenden Butragueno.

1989/90, Halbfinale

Wieder reichte es nicht bis ins Finale. Schwer ging es los mit einem Auswärtsspiel bei Glasgow Rangers. Und im Ibrox Park musste der FC Bayern auf den verletzten Torhüter Raimond Aumann verzichten, trotzdem schossen Kögl, Thon und Augenthaler einen 3:1-Sieg heraus. Im Rückspiel reichte ein 0:0. Es folgte ein leichtes Zwischenspiel gegen Nentori Tirana (3:1, 3:0). achdem Eindhoven geschlagen wurde, jubelte Manager Uli Hoeneß: "Wir gehören jetzt zur Creme des europäischen Fußballs." Im Halbfinale wartete der AC Mailand, der damals mit seiner niederländischen Achse Rijkaard, Gullit und van Basten als weltbeste Mannschaft galt. Die Ausgangssituation war nach dem 0:1 im Hinspiel (van Basten hatte einen Elfmeter verwandelt). Im Rückspiel traf Strunz in der 62. Minute. In der Verlängerung glich Borgonovo für die Italiener in der 100. Minute aus, McInally gelang zwar sechs Minuten später die erneute Führung für die Münchner, aber da die Mailänder ein Auswärtstor mehr erzielt hatten, reichte der knappe Sieg nicht. Doch sie waren zufrieden: "Das war das Beste, was ich je von unserer Mannschaft gesehen habe", sagte Hoeneß.

1990/91, Halbfinale

Nach der Niederlage im Halbfinale hatte Trainer Heynckes bei der nächsten Meisterschaftsfeier im Überschwang vom Rathausbalkon verkündet: "Ich verspreche euch allen, dass wir im nächsten Jahr den Europapokal holen." Und es sah gut aus: Apoel Nikosia wurde leichtaus dem Weg geräumt, ebenfalls ZSKA Sofia, schwerer gestaltete sich schon das Viertelfinale gegen den FC Porto: nur 1:1 daheim, aber Ziege und Bender schafften in Porto den Auswärtssieg. Im Halbfinale siegte Roter Stern Belgrad 2:1 in München und auch im Rückspiel lagen die Belgrader wieder vorne. Augenthaler und Bender bewahrten mit ihren Treffern die Hoffnung. Wenigstens auf die Verlängerung, die kommen musste, weil die 90. Minute bereits lief. Doch Augenthaler unterlief ein Eigentor, bei dem Torwart Aumann schlecht aussah. Aus für die Bayern. Augenthaler beendete danach seine Karriere.

1994/95, Halbfinale

Zum zweiten Mal wurde der Pokal als Champions League ausgetragen, zum ersten Mal mit Bayern-Beteiligung. Der Trainer hieß inzwischen Trapattoni. In Gruppe B belegten die Münchner nach den Vorrundenspielen Platz zwei hinter Paris Saint-Germain, und vor Spartak Moskau und Dynamo Kiew. Im Viertelfinale konnten sie sich gegen IFK Göteborg mit 0:0 und 2:2 durchsetzen. Nicht schön, aber erfolgreich. Wie beides zu verbinden ist, sahen die Münchner dann im Halbfinale gegen Ajax Amsterdam: Dem 0:0 im Heimspiel folgte mit 2:5 eine Demontage. Aber es ging in dieser Liga ja auch um Geld, und in diesem Punkt konnte der Verein 23,4 Millionen Mark aus dem Wettbwerb einstreichen.

1997/98, Viertelfinale

Es stellte sich die Frage, wer der schönste im Lande sei. Die Münchner, die sich in der Vorrunde gegen Paris Saint-Germain, Besiktas Istanbul und IFK Göteborg durchgesetzt hatten? Oder doch Viertelfinalgegner und Titelverteidiger Borussia Dortmund? Beim 0:0 und 0:1 nach Verlängerung wurde die Antwort zu Gunsten der Westfalen gegeben und Trapattoni explodierte in der Folge und hielt seine berühmte Struuuunz-Rede.

1998/99, Finale

Muss noch einmal erinnert werden an die 120 Sekunden von Barcelona? An Sheringham und Solskjaer, die den Bayern im letzten Atemzug den Pokal aus den Händen rissen mit ihren Toren? Danach war alles nichts, nichts die Vorrunde, die die Münchner erfolgreich gegen Bröndby IF, Manchester und den FC Barcelona bestritten hatten, nichts das Viertelfinale, in dem Kaiserslautern ausgeschaltet wurde und das Halbfinale mit der Bezwingung von Dynamo Kiew war auch nichts mehr wert. Nur ein bislang unbekanntes Gefühl: Erstmals wohl ernteten die Bayern selbst bei ihren zahlreichen Gegnern Mitleid.

1999/00, Halbfinale

Und nochmal nichts. Real Madrid war es mal wieder, das Halbfinale Endstadtion für die Bayern nach einem 0:2 und 2:1. Der Vollständigkeithalber und um die Hoffnung wach zu halten fürs heutige Finale gegen Valencia die Klubs, mit denen es der FC Bayern zuvor zu tun hatte: PSV Eindhoven, Glasgow Rangers, FC Valencia, Dynamo Kiew, Real Madrid, Rosenborg Trondheim und dem FC Porto.

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