Sport : Bayern vor!

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Armin Lehmann sagt, warum Bremens Fans ein bisschen Geduld haben sollten

Seien wir ehrlich: Niemand erwartet jetzt ernsthaft, dass Werder Bremen nach dem 1:1 gegen Freiburg zusammenbricht, die letzten Spiele kläglich verliert und der FC Bayern doch wieder Meister wird. Seien wir noch ehrlicher: Ein bisschen zusammenbrechen könnten die Bremer schon. Weil es dann spannender wäre.

Die Statistik spricht leider dagegen. Bisher war es nach Einführung der Drei-Punkte-Regel nur zweimal so, dass die Mannschaft nicht Meister wurde, die nach dem 27. Spieltag vorn lag: Jeweils erwischte es Bayer Leverkusen, das sich 2000 von Bayern München und 2002 von Borussia Dortmund abfangen ließ.

Wir schlagen deshalb folgenden Deal vor: Die Bremer Fans gedulden sich, üben sich im Nervenkitzel, und als Gegenleistung schenkt uns der Fußballgott oder das Fußballerschicksal noch ein Saisonfinale wie beispielsweise 2000/2001. Damals lagen Schalke 04 und Bayern München sehr eng beieinander, am 29. Spieltag übernahm Schalke wieder die Tabellenspitze, am 32. Spieltag lag Bayern dann vorn. Und am letzten Spieltag entschied diese denkwürdige Saison erst ein indirekter Freistoß von Bayerns Andersson zum 1:1 gegen den HSV, während sie auf Schalke schon feierten – und dann weinten.

Aber, sorry Schalke wegen der Erwähnung, genau das wollen wir ja sehen! Also, ihr Bayern, holt jetzt auf! Geht in Führung vor dem letzten Spieltag – und dann: verliert schön unglücklich die Meisterschaft an Werder Bremen. Können wir uns darauf einigen? Danke, wir freuen uns schon!

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