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Bayern - Wolfsburg 3:0 : München siegt zur Wiesn-Zeit

Wo bleibt die Gastfreundschaft zum Oktoberfest? Der FC Bayern siegt im Heimspiel mit 3:0 gegen die chancenlosen Wolfsburger, die seit vier Spieltagen auf einen Sieg warten.

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Mario Mandzukic ließ sich von Emmanuel Pogatetz und den Wolfsburgern nicht aufhalten.
Mario Mandzukic ließ sich von Emmanuel Pogatetz und den Wolfsburgern nicht aufhalten.Foto: dpa

Felix Magath wird sich im Nachhinein geärgert haben über diesen Doppeltransfer - zumindest am Dienstagabend: Vor der Saison wechselte Ivica Olic vom FC Bayern zum VfL Wolfsburg, im Gegenzug verließ Mario Mandzukic die Autostadt in Richtung Süden. Beim 3:0-Erfolg der Bayern eben gegen Felix Magaths Wölfe machte Mandzukic gleich zwei Tore, Olic hingegen kam kaum in Tornähe.
Es war ein Klassenunterschied zu spüren, das ganze Spiel über. Bayern war jederzeit die klar bessere Mannschaft, gerade in der ersten Hälfte war die Chancenverwertung aber mangelhaft: Die Münchner hatten Chancen für drei Partien, gegen einen stärkeren Gegner kann sich so etwas rächen. Die ersten Minuten waren symptomatisch für die erste Halbzeit: Bastian Schweinsteiger, der neben Javier Martinez auf der Doppel-Sechs spielte, scheiterte nach einer Ecke aus drei Metern am Pfosten.
Doch damit nicht genug, ein Dutzend hochkarätiger Chancen vergaben die drückend überlegenen Münchner, die im Vergleich zum Schalke-Spiel am Wochenende auf drei Positionen verändert waren: Thomas Müller war nicht einmal im Kader, Luiz Gustavo und Toni Kroos durften auf der Bank Platz nehmen. Neben Martinez neu in der Startelf waren Xherdan Shaqiri und der nach seiner Oberschenkelverletzung wieder genesene Franck Ribéry. Trainer Jupp Heynckes ließ seinen Rotationsankündigungen also wieder einmal Taten folgen.

Die Wolfsburger fanden das ganze Spiel über nicht statt. Es gab im ersten Durchgang nicht eine nennenswerte Chance, nur einen harmlosen Torschuss in der 45. Minute. Den Strafraum sahen die Gäste sehr selten - vor allem, weil das Mittelfeld der Bayern stark verteidigte. Die meisten Angriffe der Wolfsburger wurden schon an der Mittellinie gestoppt, dank des schnellen Umschaltspiels kamen die Bayern zu zahlreichen Kontern. Das erste Mal zahlte sich das in der 24. Minute aus: Arjen Robben passte auf der rechten Seite auf Ribéry, der bekam den Ball gerade noch vor der Grundlinie und schob ihn in den Fünf-Meter-Raum. Da wartete Bastian Schweinsteiger und machte das bis dahin längst überfällige Führungstor.

Als einzige Spitze stand Mario Mandzukic auf dem Feld und ging gegen seinen Ex-Verein hochmotiviert zu Werke. Mehrmals verpasste er in der ersten Hälfte knapp das Tor, der Knoten platzte erst in der 57. Minute: Shaqiri dribbelte sich auf der linken Seite frei und schoss eine perfekte Flanke in den Strafraum. Mandzukic vollendete, mit dem Kopf. Aus Respekt gegenüber seinen alten Kollegen jubelte er nicht. Auch nicht bei seinem zweiten Treffer: In der 65. Minute kam die Flanke, dieses Mal von Philipp Lahm, wieder stand Mandzukic goldrichtig und köpfte ein zum 3:0-Endstand - es war schon der fünfte Saisontreffer des Stürmers.
Die Stimmung in der Arena war für münchnerische Verhältnisse außergewöhnlich gut, wohl nicht nur wegen des Spiels und der Tabellenführung mit 15 Punkten aus fünf Spielen: Der ein oder andere Zuschauer hatte vor dem Stadionbesuch wohl das Oktoberfest besucht, auf den Tribünen gab es jedenfalls unzählige Fans in Bayerntrikot und Lederhose.
Mandzukics Pendant auf der Wolfsburger Seite, Ivica Olic, kam übrigens das ganze Spiel über nicht richtig zum Zug. Nur eine gute Chance hatte er in der zweiten Halbzeit,  obwohl er ackerte wie früher noch im Münchner Trikot. Es kamen aber einfach nicht genug verwertbare Bälle aus dem Mittelfeld zu ihm, Regisseur Diego ging wie seine Kollegen unter. Immerhin die gut gelaunten Münchner Fans zollten ihrem alten Liebling Olic Respekt: Nach der einzigen hochkarätigen Chance stimmten sie "Ivica"-Rufe in der Kurve an

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