Bayerns Dante : Stabil und unverzichtbar

Er kam aus Mönchengladbach und war eigentlich als Notnagel vorgesehen, doch längst ist Dante zum unverzichtbaren Abwehrstabilisator der Bayern geworden.

Marie Walser
Nicht abgehoben. Dante wirkt bisweilen etwas ungelenk, aber der Eindruck täuscht.
Nicht abgehoben. Dante wirkt bisweilen etwas ungelenk, aber der Eindruck täuscht.Foto: dpa

Wenn es draußen kalt ist, womöglich noch Schnee fällt wie in den Tagen vor dem letzten Vorrunden-Spieltag, dann vergeht den brasilianischen Fußball-Profis in der Bundesliga regelmäßig der Spaß. Nur einem offenbar nicht. „Im Winter“, sagt Dante, „fühle ich mich wohl. Damit komme ich gut zurecht.“ Zwar freut sich der Verteidiger des FC Bayern München, dass er nach den Partien am Freitag gegen seinen ehemaligen Verein Borussia Mönchengladbach und vier Tage später im Pokal beim FC Augsburg nach Hause in den Sommer fliegen darf. Aber Dante hält es auch im hiesigen Winter eher aus als seine südamerikanischen Kollegen. Vielleicht auch deswegen, weil ihn die Lockenpracht wärmt – das sei schon ein Vorteil, sagt er. Die Frisur ist ein Markenzeichen von Dante. Sein Laufstil ein anderes. Er bewegt sich gerne mit nach oben abgewinkelten Unterarmen und wirkt dabei etwas ungelenk.

Aber der Eindruck täuscht. Überhaupt ist einiges ganz anders gekommen als viele in München dachten bei Dantes Verpflichtung vor dieser Saison. Die Bayern wollten eine Option für die mit nur drei gelernten Innenverteidigern zu dünn besetzte Abwehr der Bayern und zahlten dafür Mönchengladbach knapp fünf Millionen Euro Ablöse. „Ich wusste, der Konkurrenzkampf hier ist hart. Aber ich war immer positiv im Kopf“, erzählt Dante.

Trainer Jupp Heynckes hatte sich auf die Empfehlung des Physiotherapeuten der Gladbacher verlassen, eines alten Bekannten. Und der hat nur das Beste von dem Innenverteidiger erzählt. Trotzdem musste der Verteidiger „anfangs davon ausgehen, dass er nicht unbedingt Stammspieler wird“, sagt Heynckes. Denn Jerome Boateng und Holger Badstuber galten als gesetzt. Aber dann verletzten sich in der Saisonvorbereitung drei der vier Außenverteidiger im Kader, und Badstuber musste erst einmal auf der linken Seite aushelfen. Damit war der Platz frei für Dante. Er übernahm die Position im Zentrum und gab sie bisher nicht mehr her.

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