Sport : Bayerns Sorgen

Sebastian Deisler wird nicht stationär behandelt

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München Die Stimmung beim FC Bayern München ist zurzeit nicht besonders gut. Da ist zum einen die Sorge um Sebastian Deisler, zum anderen sieht es auch sportlich nicht gut aus. Doch als Uli Hoeneß nach dem Spiel bei Juventus Turin, der zweiten 0:1-Niederlage innerhalb von vier Tagen, gefragt wurde, ob das der Beginn einer Krise sei, beschimpfte der Bayern-Manager die Journalisten: „Manchmal muss ich mich fragen, ob ihr noch alle Tassen im Schrank habt.“

Trainer Felix Magath äußerte sich nach dem Champions-League-Spiel, das die Bayern durch ein Tor des Tschechen Pavel Nedved verloren hatten, etwas moderater: „Die Enttäuschung ist riesengroß. Wir haben hier gut gespielt. Wir waren aus meiner Sicht die bessere Mannschaft.“ Auf dem Weg zurück zum Erfolg müssen die Bayern am Samstag in der Bundesliga bei Hansa Rostock eventuell auf Michael Ballack verzichten. Der Nationalspieler zog sich in Turin eine Kapselverletzung zu.

Sein Kollege Sebastian Deisler, der am Montag vorzeitig aus Turin abgereist war, wird derzeit nicht stationär in einer Klinik behandelt. Er soll sich aber einer Verhaltenstherapie unterziehen. „Nicht ausgeschlossen ist auch, dass Deisler medikamentös behandelt wird“, sagte Professor Florian Holsboer vom Münchner Max-Planck-Institut. Deisler hatte sich im Vorjahr wegen Depressionen mehrere Wochen lang behandeln lassen und war am Montag abgereist, um sich im Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie untersuchen zu lassen. Wann der Mittelfeldspieler den Bayern wieder zur Verfügung steht, ist allerdings offen. „Ich habe mit seiner Frau gesprochen. Es geht ihm eigentlich ganz gut“, sagte Manager Uli Hoeneß. Tsp/dpa

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