Sport : Bayers Abwehr bittet zum Toreschießen Leverkusen verliert 2:4 bei Dynamo Kiew

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Kiew Bayer Leverkusen ist völlig von der Rolle. Zwei Wochen nach der großartigen Vorstellung gegen Real Madrid verlor die Mannschaft von Trainer Klaus Augenthaler am Dienstagabend ihr Champions-League-Spiel bei Dynamo Kiew 2:4 und ist nun schon seit vier Spielen ohne Sieg. Dabei führte Bayer bis zur 69. Minute 2:1, ehe Rincon und zweimal Cernat für die Ukrainer alles klar machten. Kiew war zuvor der Sieg für die abgebrochene Partie beim AS Rom zugesprochen worden. Zu allem Überfluss sah Leverkusens Stürmer Andrej Woronin bei seinem Champions-League-Debüt kurz vor Schluss noch die Gelb-Rote Karte.

Augenthaler hatte seine Mannschaft nach der 0:3-Niederlage in Stuttgart auf zwei Positionen verändert. Doch Kapitän Jens Nowotny, der sich nach einer Kniespülung fit zurückgemeldet hatte, konnte der instabilen Abwehr keinen Halt geben. Auch Paul Freier, der im Mittelfeld an Stelle von Marko Babic spielte, enttäuschte. Leverkusen, das seit der Fußball-Gala gegen Real Madrid (3:0) nicht mehr gewonnen hat, wirkte anfangs ebenso verunsichert wie Kiew nach dem Abbruch der Skandal-Partie vor zwei Wochen beim AS Rom. Die Phase des Abtastens dauerte eine knappe halbe Stunde lang, dann kamen die Ukrainer immer besser ins Spiel. Allen voran der Brasilianer Rincon, der nach feiner Einzelleistung den Ball an den Innenpfosten setzte, von dem er dann ins Tor rollte. Der ausgespielte Freier sah bei diesem Tor ganz schlecht aus. Als Diego Placente im Strafraum Dynamos Letten Verpakovskis foulte, ließ der dänische Schiedsrichter Kim Milton Nielsen überraschend weiterspielen.

In der zweiten Halbzeit schickte Augenthaler seinen ukrainischen Joker ins Spiel. Der in Odessa geborene Andrej Woronin war für Franca gekommen und traf prompt zum 1:1. Wenig später nährte Jens Nowotny mit dem Tor zum 2:1 die Hoffnungen auf einen Auswärtssieg, doch Bayers Abwehr war einfach zu anfällig und ermöglichte Kiew den postwendenden Ausgleich, abermals erzielt von Rincon. Als dann auch noch der eingewechselte Cernat zweimal traf, war es um Bayer geschehen. dpa

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