Sport : Bayrischer Kleinmut

Karl-Heinz Rummenigge gibt das Spiel gegen Real schon verloren

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München (dpa). So viel Kleinmut war selten beim großen FC Bayern aus München. Erst haben Michael Ballack und Franz Beckenbauer die Meisterschaft für verloren erklärt, und nun hat auch noch Vorstandschef KarlHeinz Rummenigge der eigenen Mannschaft in der Champions League gegen Real Madrid kaum Chancen eingeräumt. „Unsere Spieler werden hoch motiviert sein. Aber ich weiß nicht, ob es zum Weiterkommen reicht, wenn sie 100 Prozent ihres Potenzials ausschöpfen“, sagte der Vorstandschef des Deutschen Meisters nach Angaben des spanischen Sportblatts „Marca“.

„Real ist der eindeutige Favorit“, sagte Rummenigge vor dem Achtelfinal-Hinspiel am kommenden Dienstag in München. Der FC Bayern könne die nächste Runde nur erreichen, wenn er zu großer Form auflaufe und Real in beiden Spielen einen schlechten Tag erwische. Er sei jedoch eher pessimistisch: „Der FC Bayern spielt sehr schlecht. Unser Stand in der Bundesliga sagt alles.“

So ähnlich sieht das auch Reals Manager Jorge Valdano. Der Argentinier zählt den FC Bayern angesichts der schwachen Auftritte in der Bundesliga im Moment nicht zu den fünf besten Mannschaften Europas. „Natürlich Real, Juve, AC Milan, Arsenal, Manchester. Bayern ist nicht in der Form, um dazugezählt zu werden, auch wenn sie immer ein Kandidat für die Top Five sind“, sagte Valdano in einem Interview mit Sat 1. Der einst von Real umworbene Michael Ballack hat es Valdano hingegen angetan: „Er stand in der Diskussion in der letzten Zeit, aber für mich ist Ballack ein faszinierender Spieler.“

Derweil hat Claudio Pizarro, Bayerns peruanischer Stürmer, in Barcelona seine Äußerungen relativiert, mit denen er in der spanischen Sportpresse Schlagzeilen geschrieben hatte. Pizarro war nach der Auslosung für das Achtelfinale mit den Worten zitiert worden: „Diesen Hampelmännern werden wir fünf Tore reinhauen.“ Das habe er nur im Spaß zu seinen Teamkollegen gesagt, betonte Pizarro: „Leider gelangte der Satz in die Presse.“ Jedenfalls passt er gar nicht in die aktuelle kleinmütige Kommunikationsstrategie der Bayern.

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