Beachvolleyball : Borger/Büthe im WM-Halbfinale

Das Stuttgarter Beachvolleyball-Duo Karla Borger/Britta Büthe steht im Halbfinale und kann von der ersten deutschen Frauen-WM-Medaille träumen. Für Ludwig/Walkenhorst kam das Aus. Zwei Männer-Duos stehen im Achtelfinale.

„Super, Halbfinale“: Karla Borger und Britta Büthe jubelten mit einer Deutschland-Fahne fast schon wie die Weltmeisterinnen. Das junge Stuttgarter Duo spielt bei der Beachvolleyball-WM in Polen an diesem Samstag (13.00 Uhr) gegen die US-Amerikanerinnen Ross/Pavlik um den Final-Einzug und will dann den deutschen Medaillenfluch vertreiben. Bisher haben die Beach-Girls des Deutschen Volleyball-Verbandes bei einer WM noch nie Edelmetall geholt.

Im Viertelfinale gewann das in dieser Saison erstmals als Nationalteam nominierte Duo gegen Lauren Fendrick und Brittany Hochevar aus den USA mit 2:1 (17:21, 21:16, 15:11), nachdem sie sich in der Runde zuvor sicher gegen die Slowakinnen Dubovocova/Nestarcova durchgesetzt hatten. „Es ist einfach unbeschreiblich, weil wir nicht so ein gutes Spiel gemacht haben“, sagte Borger: „Es hat nicht alles funktioniert, aber wir haben uns kämpferisch durchgebissen. Deshalb waren die Emotionen umso größer“, kommentierte die 24-Jährige den Sieg.

„Nach dem ersten Satz dachte ich schon: 'Mist'. Doch wir wollten einfach gewinnen“, ergänzte die ein Jahr ältere Büthe. Seit dem November des Vorjahres betreut der Spanier Guillermo Hernandez die Aufsteigerinnen der laufenden Saison. „Ich weiß, was die beiden für Potenzial haben“, bemerkte Hernandez.

Laura Ludwig und ihre neue Partnerin Kira Walkenhorst sind dagegen ausgeschieden. Dem Coup gegen Brasilien folgte zwar das perfekte Match gegen Russland. Aber im entscheidenden Spiel unterlag das Hamburger Duo den an Position zwei gesetzten Chen/Zhang Xi aus China mit 0:2 (15:21, 15:21). 18 000 Dollar (14 000 Euro) bleiben als Trost. „Wir haben zu viele Fehler gemacht, die Chinesinnen waren verdammt stark“, meinte die zweimalige Europameisterin Laura Ludwig, die zuvor mit Walkenhorst gegen Ukulowa/Chomjakowa (Russland) gewonnen hatte. Ludwig fand aber schnell ein Lächeln wieder: „Mit Platz fünf und dem Turnier können wir insgesamt zufrieden sein.“

Bei den Männern stehen Jonathan Erdmann/Kay Matysik und Markus Böckermann/Mischa Urbatzka im Achtelfinale. In der ersten K.o.-Runde setzten sich die Berliner Erdmann/Matysik auch ohne zu überzeugen mit 2:0 (24:22, 21:17) gegen die Österreicher Alexander Huber und Robin Seidl durch. Das Hamburger Due Markus Böckermann/Mischa Urbatzka behielt in einem denkwürdigen Match mit 2:0 (29:27, 35:33) gegen die Kasachen Sidorenko/Dyachenko die Oberhand.

Das für den FC St. Pauli startende Duo wehrte schon im ersten Satz sechs Satzbälle ab. Und auch im zweiten Durchgang entschieden die Nerven. „Erst, wenn es so knapp ist, wird es interessant. Diese Spielstände liegen uns“, kommentierte der 27-jährige Böckermann den Ausgang. Nun warten die brasilianischen Titelverteidiger Emanuel/Alison.

Die deutschen Meister Erdmann/Matysik müssen am Samstag gegen die Polen Michal Kadziola und Jakub Szalankiewicz und erwartete 9000 stimmgewaltige Fans auf dem Center Court bestehen. Der 33-jährige Matysik glaubt an die Chance für die Berliner, obwohl sie in der ersten K.o.-Runde nicht überzeugen konnten. „Ich denke, dass Polen mehr unter Druck steht“, sagte der Abwehrspieler. Die Hamburger Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif schieden gegen die starken Letten Samoilovs/Smedins nach großem Kampf mit 0:2 (20:22, 25:27) aus. (dpa)

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